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Bundestag verschiebt PC-Abschaltung wegen Griechenland-Krise

13.08.2015 | 10:59 Uhr |

Die Griechenland-Krise führt dazu, dass das mit Trojanern verseuchte Netzwerk des Deutschen Bundestags erst einmal nicht abgeschaltet wird. Die Rechner werden noch dringend benötigt.

Der Deutsche Bundestag ist bekanntlich Opfer eines ausgetüftelten Hackerangriffs geworden, dessen Folgen sich als schlimmer herausstellten als zunächst gedacht. Die deutschen Geheimdienste und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI , die den Angriff untersuchen, gehen davon aus, dass ein ausländischer Geheimdienst hinter dem Hackerangriff steckt. Mehrere Tausend Rechner wurden mit einer Spionage-Software verseucht und müssen neu aufgesetzt oder ausgetauscht werden.

Netzwerk mit den PCs muss abgeschaltet werden

Um die Malware sicher entfernen zu können, müssen die deutschen Sicherheitsexperten das Bundestags-Netzwerk komplett abschalten. Dafür eignet sich die Sommerpause natürlich am besten. Deshalb sollte das Computersystem des Deutschen Bundestags in dieser Woche abgeschaltet werden: Ab dem heutigen Donnerstag sollten die Rechner vom Netz genommen werden.

Drittes Hilfspaket für Griechenland kommt dazwischen

Doch die Abschaltung wurde nun verschoben, wie Spiegel Online berichtet. Weil die Griechenlandkrise dazwischen gekommen ist.
Der Bundestag kommt vermutlich am kommenden Dienstag zu einer Sondersitzung zur Griechenlandhilfe zusammen. Die Bundestagsabgeordneten müssen dann über das dritte Griechenland-Hilfs-Paket abstimmen. Deshalb musste Bundestagspräsident Norbert Lammert die Abschaltung des Computer-Systems verschieben lassen.

Der neue Termin für die Abschaltung steht anscheinend noch nicht fest, die Bundestagsverwaltung würde die Abgeordneten über den Termin erst noch informieren.
 
 

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