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Bundesregierung soll Kim Dotcom vor Auslieferung in USA schützen

08.05.2013 | 18:08 Uhr |

Der aus Kiel stammende Internet-Unternehmer Kim „Dotcom“ Schmitz wehrt sich weiterhin gegen seine Auslieferung in die USA und will das deutsche Außenministerium sowie das Büro der Kanzlerin um Hilfe bitten.

Der Internet-Millionär Kim „Dotcom“ Schmitz, Begründer der File-Sharing-Plattform Megaupload, sieht sich seit vergangenen Jahr mit den US-Behörden konfrontiert. Nach der Megaupload-Schließung aufgrund von massiven Urheberrechtsverletzungen, hat sich der pfundige Geschäftsmann in seinem Anwesen in Neuseeland verschanzt. Die USA fordern die Auslieferung Dotcoms, der sich vor Gericht verantworten soll.

Um das zu verhindern, will Dotcom nun die deutschen Behörden einschalten. Wie sein Anwalt Robert Amsterdam heute der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, wolle man in den nächsten Wochen das Außenministerium sowie das Büro der Kanzlerin einschalten. Seinen Mandanten sieht Amsterdam im Megaupload-Verfahren als Opfer. Kim Schmitz sei deutscher Staatsbürger, „dessen Rechte außer Kraft gesetzt wurden“. Bei seinen Bemühungen will sich Amsterdam auf die „Verpflichtungen nach der deutschen Verfassung“ berufen.

Kim Dotcom will helfen, das Internet zu verschlüsseln

Während Dotcom mit Mega inzwischen eine neue File-Sharing-Plattform gestartet hat, stellt sich der Millionär weiterhin als Unschuldslamm im Fall Megaupload dar. Erst gestern veröffentlichte er ein 48 Seiten umfassendes Dokument , in dem er beteuert, nichts mit den Urheberrechtsverletzungen der Megaupload-Kunden zu tun gehabt zu haben.

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