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Bundesregierung unterstützt Datenbank gegen Kinderpornografie

Der Aufbau einer internationalen Datenbank zur Bekämpfung von Kinderpornografie wird von Deutschland mit 400.000 Dollar unterstützt.

Die Bundesregierung unterstützt den Aufbau einer internationalen Datenbank zur Bekämpfung der Kinderpornografie. Als Anschubfinanzierung der bei Interpol angesiedelten Datei stellt die Regierung 400.000 Dollar (rund 335.000 Euro) bereit, wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die massenhafte und weltweite Verbreitung kinderpornografischer Bilder im Internet stelle die Strafverfolgungsbehörden vor eine große Herausforderung, sagte der scheidende Innenminister Otto Schily (SPD). Mit Hilfe einer gemeinsamen Datenbank könnten Straftäter früher erkannt und unschädlich gemacht werden. Ziel sei, die internationale Zusammenarbeit zu verbessern, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und die Kooperation zwischen den Strafverfolgungsbehörden und der Wirtschaft zu intensivieren. In die von Schily angeregte und nur den Ermittlungsbehörden zugängliche Datenbank sollen Bilder von Opfern, Tätern und Tatorten aufgenommen und auch biometrische Merkmale erfasst werden. Ermittlungen in mehreren Staaten könnten so koordiniert werden.

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