2233407

Bundesregierung formuliert neue Ziele für den Internetausbau

10.11.2016 | 14:12 Uhr |

Beim sechsten Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland wurde ein Fahrplan Richtung „Gigabit-Gesellschaft“ erarbeitet.

In dieser Woche wurde bereits das sechste Treffen der so genannten Netzallianz Digitales Deutschland durchgeführt. Die von Infrastrukturminister Alexander Dobrindt ins Leben gerufene Allianz aus Telekommunikations- und Netzunternehmen haben dabei einen Fahrplan in Richtung „Gigabit-Gesellschaft“ erarbeitet.

Das bisherige Ziel der höheren Übertragungsgeschwindigkeiten soll laut der Allianz künftig nicht mehr so stark im Fokus liegen. Vielmehr wolle man nun auf eine nahtlos vernetzte Gesellschaft hinarbeiten, in der Daten unter anderem sicher und mit hoher Bandbreite verfügbar seien. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur sei laut Dobrindt unter anderem für autonomes Fahren notwendig.

Wie der Infrastrukturminister weiter erklärt, würden die Netze der Zukunft nicht mehr nur Daten transportieren, sondern diese auch möglichst nah am Anwender-Standort selbst verarbeiten. Aus diesem Grund spielen Sicherheit und Energieeffizienz eine zentrale Rolle beim Netzausbau. Bis 2025 soll die "gigabitfähige konvergente Infrastruktur" realisiert werden.

Für den Ausbau sind drei Phasen vorgesehen. Phase eins sieht vor, dass sich jeder Bürger bis 2018 mit mindestens 50 Mbit/s im Netz bewegen soll. Phase zwei besteht bis Ende 2019 aus einem Sonderförderprogramm, das den Mittelstand mit höheren Bandreiten versorgen soll. Bis Ende 2020 sollen schließlich alle Voraussetzungen für das 5G-Mobilfunknetz stehen.

Der Fahrplan zur „Gigabit-Gesellschaft“ wird die Diskussion um die Netzneutralität wieder anheizen. Der Bitkom-Präsident Dirks und Telekom-Chef Höttges brachten beide gegenüber der Nachrichtenagentur dpa zum Ausdruck, dass noch immer Gesprächsbedarf bestehe.

LTE Speedtest: Wie schnell ist Ihre Leitung

0 Kommentare zu diesem Artikel
2233407