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Facebook- & Twitter-Unterstützung für Joachim Gauck

21.06.2010 | 10:35 Uhr |

SPD und Grüne haben mit Joachim Gauck als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl einen echten Coup gelandet. Im Internet findet Gauck von verschiedenen Seiten Unterstützung, unter anderem bei Facebook und Twitter.

So gibt es bei Facebook die Gauck-Gruppe Sie informiert unter anderem über Unterstützungsveranstaltungen für den Bundespräsidentenkandidaten wie die heutige Montagsdemonstration in Berlin Die Gauck-Gruppe selbst hatte bei Redaktionsschluss über 33.000 Mitglieder. Die ´Profilseite für den rivalisierenden Kandidaten Christian Wulff hat 445 „gefällt mir“ Einträge – also deutlich weniger.

Bei Twitter wiederum kann man sich als Twittermitglieder an einem virtuellen Mosaik beteiligen, das das Portrait von Joachim Gauck darstellt. Das Internet scheint also eine eindeutige Entscheidung gefällt zu haben – für den ehemaligen Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde.

Damit setzt sich der Trend der letzten Monate fort: Die Internet-Community versucht verstärkt Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse zu nehmen. Am sichtbarsten kam das mit der Gründung der Piratenpartei zum Ausdruck und mit dem Widerstand gegen die Zensurbestrebungen der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen. Als Ursula von der Leyen, die mittlerweile Bundesministerin für Arbeit und Soziales ist, kurzzeitig als Nachfolgerin des zurück getretenen Bundespräsidenten Horst Köhler gehandelt wurde, formierte sich im Web sofort Widerstand gegen „Zensursula“.

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