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Bundesnetzagentur fordert Klarheit von der Telekom

06.05.2013 | 17:03 Uhr |

Mit der geplanten Geschwindigkeitsdrosselung für DSL-Anschlüsse zieht die Telekom den Zorn der Verbraucherschützer auf sich. Auch die Bundesnetzagentur verlangt nun Klarheit.

In den vergangenen Tagen sorgte die Telekom mit ihren DSL-Drosselungsplänen für Schlagzeilen. Während viele Kunden ihrem Unmut bereits im Internet Luft machen, schalten sich nun die Verbraucherschützer ein. Im Rahmen einer Abmahnung fordert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Telekom heute auf, die Regelung, die seit 2. Mai für Neukunden gilt, aufzuheben. Das Unternehmen hat nun bis zum 16. Mai Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Sollte diese nicht erfolgen, will die Verbraucherzentrale vor Gericht gehen.

Die Bundesnetzagentur betrachtet die Telekom-Pläne ebenfalls misstrauisch. Wie Agentur-Chef Jochen Homann heute bestätigte, habe die Behörde einen Brief an Telekom-Chef Rene Obermann geschrieben. Die Bundesnetzagentur fordert dabei Transparent und Netzneutralität. Es stehe dem Unternehmen zwar frei, Tarife frei zu gestalten, die Bevorzugung eigener Angebote und die Diskriminierung anderer Anbieter sei jedoch nicht mit der Netzneutralität vereinbar.

PC-WELT-Interview mit der Telekom zur DSL-Drosselung

Die Pläne der Telekom sehen vor, so genannte Flatrate-DSL-Tarife nach dem Überschreiten einer monatlichen Obergrenze beim Datendurchsatz zu drosseln. Tritt dieser Umstand ein, wird der gesamte Internet-Verkehr für den Rest des Monats erheblich langsamer. Davon ausgeschlossen sind die eigenen Angebote der Telekom. Die Regelung gilt ab sofort für Neukunden und soll ab 2016 in Kraft treten.

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