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Bundesnetzagentur stoppt weitere Telefon-Abzocker

24.10.2006 | 15:51 Uhr |

Die Bundesnetzagentur hat in den letzten Tagen etliche 0137- und 0900-Nummern gesperrt, verbunden mit einem Inkasso-Verbot, das den Betreibern den Geldhahn zudrehen soll.

Lockanrufe mit 0137-Nummern und angebliche Gewinnspiele, bei denen eine teure 0900-Nummer angerufen werden soll, belästigen seit Monaten viele Haushalte und Handy-Benutzer. Die Bundesnetzagentur , vormals RegTP, hat nun die Abschaltung einer Reihe solcher Nummern angeordnet. Zugleich hat die Bundesnetzagentur rückwirkend ein Verbot der Rechnungslegung sowie ein Inkasso-Verbot verhängt, wie Dialerschutz.de berichtet.

Der Zeitpunkt, ab dem keine Rechnungen gestellt und keine Forderungen aus bereits gestellten Rechnungen eingetrieben werden dürfen, ist unterschiedlich. Er richtet sich danach, wann nach Kenntnis der Bundesnetzagentur erstmals ein Missbrauch der jeweiligen Rufnummer, etwa durch Lockanrufe, stattgefunden hat.

Als Lockanrufe gelten solche Anrufe, bei denen eine kostenpflichtige Rufnummer als Caller-ID (Nummer des Anrufers) übermittelt wird und nach ein- oder zweimaligem Klingeln wieder aufgelegt wird. Damit sollen Angerufene zu einem (teuren) Rückruf verleitet werden.

In anderen Fällen ruft ein Computer beliebige Rufnummern an ohne eine Caller-ID zu übermitteln und spielt eine aufgezeichnete Ansage ab. Darin werden Gewinne von "bis zu 3000 Euro" versprochen, wenn man die angegebene 0900-Nummer (1,99 EUR/min) anruft.

Seien Sie bei Anrufen Unbekannter stets misstrauisch und prüfen Sie vor einem etwaigen Rückruf, ob es sich um eine kostenpflichtige Sonderrufnummer handelt. Überprüfen Sie möglichst zeitnah Ihre Telefonrechnung auf Verbindungskosten mit den nun gesperrten 0137- und 0900-Nummern. Widersprechen Sie gegebenenfalls der Rechnung (schriftlich) und zahlen Sie nur die um diese Beträge gekürzte Rechnungssumme. Bereits gezahlte Beträge können Sie von Ihrer Telefongesellschaft zurück fordern.

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