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BKA sucht Trojaner-Schreiberin

04.09.2012 | 11:40 Uhr |

Das Bundeskriminalamt sucht eine Trojaner-Entwicklerin. Das geht aus einer Stellenausschreibung hervor.

Man suche „Technische Unterstützung bei der Bekämpfung der Computer-Kriminalität“, konkret „personelle Verstärkung des Kompetenzzentrums Informationstechnische Überwachung in Meckenheim“. Die Ausschreibung sucht „einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter als Software-Designer zur Konzeption und Entwicklung technischer Überwachungsmethoden bei Straftaten im Zusammenhang mit Computernetzwerken“. Was verdient ein Trojaner-Entwicklung im Dienst des BKA? Die Bezahlung sei vergleichbar mit der Besoldungsgruppe A 16, heißt es. Das entspricht dem höheren Dienst und damit grob gerundet 5.000 Euro brutto monatlich. Später bestünde außerdem die Prüfung der Möglichkeit einer Verbeamtung (was sich auf das dadurch deutlich höhere Netto-Gehalt auswirken würde).
 
Dafür müsse der Mitarbeiter die „Voraussetzungen zum verdeckten polizeilichen Zugriff auf entfernte Rechnersysteme unter Beachtung insbesondere der Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik“ schaffen – sprich einen Trojaner entwickeln und pflegen. Außerdem müsse er sich um die „strategische Weiterentwicklung der informationstechnischen Überwachung“ kümmern und übergeordnete Stellen beraten. Erforderlich ist außerdem seine „Mitarbeit bei dem nationalen und internationalen Informationsaustausch mit Dienststellen und Wirtschaftsunternehmen“. Der Entwickler muss ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Informatik, Physik oder Mathematik vorweisen können, sowie fundierte Kenntnisse in C++. Außerdem soll er sehr gute Kenntnisse der Sicherheitsmechanismen von Windows haben. Will das BKA einen Trojaner entwickeln, der Windows-Schwachstellen ausnutzt?
 
Man sei wegen der Gleichstellung von Frauen und Männern besonders an Bewerbungen von Frauen interessiert. Deren Anteil sei noch gering im genannten Berufsfeld.

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