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Microsoft muss hohes Bußgeld zahlen

08.04.2009 | 15:33 Uhr |

Das Bundeskartellamt hat gegen Microsoft Deutschland ein Bußgeld in Höhe von 9 Millionen Euro verhängt. Microsoft habe, so lautet der Vorwurf, in "wettbewerbswidriger Weise auf den Wiederverkaufspreis des Softwarepakets Office Home & Student 2007 Einfluss genommen."

Der Meldung des Bundeskartellamts ist zu entnehmen, dass Office Home & Student 2007 im Herbst 2008 nicht nur von einem Einzelhändler massiv beworben wurde, sondern Microsoft dies auch finanziell unterstützt habe. "Noch vor Beginn der Werbekampagne Mitte Oktober 2008 verständigten sich Mitarbeiter von Microsoft und des fraglichen Einzelhändlers bei mindestens zwei Gelegenheiten über den Wiederverkaufspreis des Softwarepakets Office Home & Student 2007", so das Bundeskartellamt.

Dabei weist das Bundeskartellamt darauf hin, dass nicht jede Kontaktaufnahme zwischen einem Lieferanten und einem Händler betreffend des Wiederverkaufspreises eine verbotene Verhaltensabstimmung darstelle. Im konkreten Fall habe sich der Lieferant allerdings "konkret um die Koordinierung der Preisgestaltung des Händlers bemüht". Außerdem hätten sich beide Seiten über das künftige Vorgehen des Händlers verständigt. Laut Angaben des Bundeskartellamts hat Microsoft die Geldbuße akzeptiert.

Studenten erhalten derzeit Office 2007 Ultimate zum Schnäppchenpreis von 52 Euro.

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