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Bundeshöchstleistungsrechner nutzt NetApp GX Storage

22.07.2006 | 13:59 Uhr |

Der Software-Hersteller Network Appliance bestätigte heute die erfolgreiche Implementierung von Data ONTAP GX am Leibniz-Rechenzentrum.

Das neue NetApp Storage-Betriebssystem für High-Performance Computing kombiniert Leistung, Hochverfügbarkeit und einfache Verwaltung mit der Virtualisierungstechnik des Global Namespace. 40 Terabyte Nettokapazität, vereint in sechs FAS3050 Systeme ergänzen den Bundeshöchstleistungsrechner in Bayern. Zukünftig werden darauf vor allem die Ergebnisse von Simulationsberechnungen des Supercomputers, einer SGI Altix 4700 Linux Blade-Plattform mit 4.096 Intel Itanium CPUs, ausgewertet. Die Supercomputing-Infrastruktur des LRZ am neuen Standort in Garching bei München kann bundesweit für wissenschaftliche Projekte genutzt werden.

Besonders die Fachbereiche Physik, Materialforschung, Strömungsdynamik, Astrophysik, Geowissenschaften, Chemie, Biowissenschaften und Medizin werden künftig auf die Simulationsdaten des Supercomputers zurückgreifen. Mehrere, voneinander unabhängige Datenspeichersystem können anhand des Global Namespace von Data ONTAP GX als große Festplatte mit allen Dateien und Dateisystemen verwaltet werden. Zudem lassen sich ausgewählte Datensets oder auch Einzeldateien auf mehrere Speichersysteme und deren Festplatten verteilen, wodurch eine deutlich höhere Leistung als bei einem traditionellen Storage-System entsteht. Ein SPEC-SFS-Test von Data ONTAP GX ergab mehr als eine Million Operationen pro Sekunde.

Interessenten können sich für ihr Forschungsprojekt so künftig eine bestimmte Rechenzeit auf dem Bundeshöchstleistungsrechner sichern und erhalten auf dem NetApp Storage dediziert Speicherkapazität zugewiesen. Neben der Online-Snapshot-Technologie werden die Daten auch über NDMP auf dafür reservierte S-ATA-Backup-Festplatten gespiegelt.

Der Abschluß der ersten Implementierungsphase des Bundeshöchstleistungsrechners wird mit der offiziellen Eröffnung des neuen Rechenzentrums in Garching am 21. Juli 2006 markiert. Bereits im Jahre 2007 soll die aktuelle Konfiguration des Rechners um das Doppelte an Rechen- und Speicherkapazität ausgebaut werden.

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