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Bundesdatenschützer warnt vor RFID-Mißbrauch

26.06.2007 | 08:57 Uhr |

Peter Schaar sieht die Gefahr, dass über die Funk-Chips ohne Wissen der Verbraucher Netzwerke aufgebaut werden, die den Umgang mit Waren registrieren.

Bundesdatenschützer Peter Schaar hat sich anlässlich der in Berlin stattfindenden Konferenz RFID: Auf dem Weg zum Internet der Dinge für eindeutige und bindende Regelungen hinsichtlich des Einsatzes der RFID-Technologie ausgesprochen. Damit will Schaar verhindern, dass Gegenstände wie z.B. Kleidung, Kühlschränke, Lebensmittel und Arzneimittel, die mit den Funkchips ausgestattet sind, über Netzwerke miteinander verknüpft werden, um ohne Wissen des Verbrauchers den Umgang mit den Waren zu registrieren. Deshalb verlangt er eine datenschutzfreundliche Gestaltung der Technik.

Darüber hinaus müsse den Verbrauchern die Möglichkeit eingeräumt werden, die RFID-Chips auf Wunsch zu deaktivieren. Schon heute existieren Internet-Dienste, die Personen über ihr Handy orten können – damit lassen sich Privatpersonen ohne deren Wissen und Einwilligung völlig straffrei ausfindig machen. Aus diesem Grund fordert der Bundesdatenschutzbeauftragte, dass die heimliche Ortung von Personen unter Strafe gestellt wird, um einer Überwachungsgesellschaft entgegenzuwirken.

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