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Bulgarische Regierungs-Sites gehackt

21.01.2001 | 15:26 Uhr |

Ein bislang Unbekannter hat vergangene Woche Web-Sites der bulgarischen Regierung gehackt. Der Hacker hinterließ auf der Site eine verzweifelte Botschaft für Präsident Petar Stoyanov, in der er sich über die schlechten Lebensbedingungen im Balkan-Staat beschwerte.

Ein bislang Unbekannter hat vergangene Woche Web-Sites der bulgarischen Regierung gehackt. Der Hacker hinterließ auf der Site eine verzweifelte Botschaft für Präsident Petar Stoyanov, in der er sich über die schlechten Lebensbedingungen im Balkan-Staat beschwerte.

"Meine Familie lebt im Elend, ich finde keinen Job und alle meine Freunde gehen ins Ausland, um Arbeit zu suchen" war in der Message zu lesen. Am Donnerstag war zudem auch das Online-Angebot der demokratischen Partei gehackt worden.

Bulgarischen Medien zufolge versuchte das nationale Sicherheitsbüro vergeblich, die Hacker unmittelbar nach dem Systemeinbruch aufzuspüren. Der größte ISP des Landes BOL.bg ermittelte ebenfalls und hat bislang 43 Verdächtige im Visier.

Das Pressebüro von Präsident Stoyanov hat mittlerweile angekündigt, die Sicherheit für den Regierungsserver zu verbessern. "Wir verschärfen alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen um die Sites besser schützen zu können", erklärte Regierungssprecherin Neri Terzieva gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, "Bulgarische Hacker sind jedoch derart talentiert, dass es niemals einen hundertprozentigen Schutz geben kann." (PC-WELT, 21.01.2001, jas)

Junghacker verhaftet (PC-WELT Online, 16.01.2001)

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50.000 Dollar bei Hacker-Wettbewerb (PC-WELT Online, 16.01.2001)

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