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Buchvorstellung: "C in 21 Tagen" von Markt+Technik

02.05.2007 | 08:40 Uhr |

Nach wie vor behauptet C ein wichtige Rolle unter den Programmiersprachen. Manche Statistiken sprechen von einem Marktanteil von knapp 15 Prozent. Außerdem bietet C eine hervorragend Ausgangsbasis für das spätere Erlernen verwandter objektorientierter Sprachen wie C++, Java und C# oder als Vorbereitung auf die Skriptsprache PHP. Das hat sich wohl auch Markt+Technik gedacht und ein neues über 900 Seiten dickes Lehrbuch zu C herausgebracht: "C in 21 Tagen".

Die "in 14/21 Tagen"-Reihe von Markt+Technik hat Tradition. Die Lerneinheiten sind auf eine vorgegebene Anzahl von Tagen verteilt, an jedem Tag soll man eine Lektion zu einem bestimmten Themenkreis durcharbeiten. Ob sich dieser Zeitplan immer so konsequent durchziehen lässt, sei einmal dahin gestellt. Motivierend ist dieser Vorgehensweise aber allemal, hat man doch einen konkreten Zeitraum vor Augen, innerhalb dessen man eine Programmiersprache zumindest grundlegend beherrschen sollte. Das jüngste Produkt dieser 21-Tage-Reihe behandelt einen Klassiker unter den Programmiersprachen, nämlich C.

"C in 21 Tagen" von Peter Aitken und Bradley L. Jones wurde nicht etwa für den deutschen Markt geschrieben, sondern ist die deutsche Übersetzung des englischen Originals, das bereits 1999 erschienen ist. In diesem Jahr wurde auch der neue ISO-Standard C99 verabschiedet, der die Programmiersprache C um einige neue Features erweiterte. Beispielsweise sind nach dem C99-Standard "//" als Kommentarkennzeichner erlaubt und es gibt den booleschen Datentyp _Bool. Solche Neuerungen des C99-Standards werden in "C in 21 Tagen" zwar erwähnt, nicht aber eigens als Neuerungen des C99-Standards vorgestellt.

Der inhaltliche Aufbau folgt dem für Programmierhandbücher gewohnten Schema: Nach einem kurzen Abriss der Geschichte von C und der Begründung, weshalb man (noch immer) C lernen sollte, beschreibt das Autorengespann den Aufbau eines C-Programms sowie dessen einzelne Bestandteile wie die Main-Funktion oder die #include- und Präprozessor-Direktiven. Anschließend geht es weiter mit Variablentypen, Anweisungen und Operatoren. Für ein C-Handbuch typisch ist die ausführliche Vorstellung von Funktionen. Danach folgen Schleifen und grundlegende Ein- und Ausgabefunktionen.

Die zweite Woche startet dann mit dem wichtigen Thema Arrays um im Anschluss daran mit dem C-typischen Zeigern fortzufahren. Den Strukturen ist ebenfalls ein eigener Tag gewidmet. Die dritte Woche behandelt unter anderem fortgeschrittene Zeigeroperationen, Dateiarbeiten und Stringmanipulationen. Die Speicherverwaltung wird ebenfalls vorgestellt.

C in 21 Tagen behandelt ausschließlich die Programmierung von Konsolenprogrammen. Die Windows-Programmierung mit C wird nicht behandelt. Zu jedem Kapitel gibt es Kontrollfragen und Aufgaben.

Gut gefällt uns bei "C in 21 Tagen" der Ausblick auf C++ und Java. Warum diese beiden Sprachen aber nicht zumindest im Untertitel des Buches erwähnt werden, bleibt schleierhaft. Hier hat offensichtlich die Werbeabteilung von Markt+Technik geschlafen oder aber der Verlag will sich mit "C in 21 Tagen" keine Konkurrenz zu den ebenfalls bei Markt+Technik erhältlichen Einführungen zu C++ und Java schaffen. Außerdem hätte konsequenterweise auch C# zumindest gestreift werden sollen. Anscheinend ist das frühe Erscheinungsdatum des englischen Originals der Grund weswegen C# nicht erwähnt wird.

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