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Buchtipp: Farbmanagement in der Digitalfotografie

Wer sich immer wieder wundert, warum die Farben auf seinen Digitalfotos am Bildschirm anders aussehen als in Wirklichkeit oder auf einem Ausdruck, geschweige denn einem Fotoabzug, muss etwas tiefer in die Materie einsteigen. Das Buch von Andreas Kunert ist für Profis geschrieben, hat aber auch engagierten Hobby-Fotografen einiges zu bieten.

Andreas Kunert erklärt zunächst sehr verständlich die physikalischen Grundlagen des Farbsehens: Additives und subtraktives Farbmodell serviert er mit anschaulichen Illustrationen und führt danach die für den Rest des Buches wichtigen CIE-Farbmodelle ein.

Um Auflösung, Farbtiefe und die Besonderheiten der Fotosensoren in Digitalkameras geht es in den beiden kurzen Folgekapiteln bevor sich der Autor denn der Theorie und Praxis des Farbmanagements widmet. Trotz der abgehackten Kopfzeilen erfährt man im Kapitel 5.1 nicht nur etwas darüber, wie das Farbmanagement auf Windows-Rechnern organisiert ist, sondern - ebenso ausführlich auch die nötigen Details zu Mac OS.

Zur Monitorkalibrierung liest man Wissenswertes selbst wenn man visuell vorgehen muss - vorzuziehen ist es natürlich, Messgeräte zu nutzen. Einfache Systeme gibt es da heute bereits für den Geldbeutel der Hobbyisten; das Buch zeigt jedoch die Arbeit mit den Profi-Tools.

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