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Buchbesprechung: Mein Auto repariert sich selbst

12.08.2005 | 08:33 Uhr |

Was bringt die Zukunft? Welche Technologien bestimmen in einigen Jahren unseren Alltag? Rolf Froböse geht dieser Frage auf kurzweilige Art nach.

Eigentlich ist der Untertitel der richtige Titel. Denn in diesem rund 250 Seiten starken Buch geht es nicht in erster Linie um Autos, sondern um die Technologien von übermorgen.

Der promovierte Chemiker Rolf Froböse schildert uns in "Mein Auto repariert sich selbst" wie wir in einigen Jahren leben werden. Oder besser: Vielleicht leben werden.

Dabei deckt Froböse ein großes Themenspektrum ab. Wie der Titel verspricht geht es auch um Autos. Und zwar um vierrädrige Untersätze, deren Karosserie ein Gedächtnis haben wird. Und so kleine Beulen selbst repariert. Möglich machen sollen das spezielle "Formgedächtniskunststoffe", die Stahlblech ablösen.

Außerdem behandelt Froböse - in Zeiten von Feinstaubhysterie, Schadstoffangst und einer Diskussion um knapper werdende Rohstoffe geradezu zwangsläufig - auch Antriebskonzepte der Zukunft. Dabei konzentriert sich der Autor auf den Wasserstoffantrieb und auf Brennstoffzellen als Energielieferanten. So soll der Paketzustelldienst UPS bald einen Pilotversuch mit Fahrzeugen unternehmen, die von Brennstoffzellen angetrieben wirden. Die neue Technologie wird in Zusammenarbeit mit Daimler-Chrysler auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

Froböse kommt in jedem Kapitel gleich zur Sache. So entfallen langatmige Einleitungen und der Leser eilt von einem Thema zum nächsten - geradezu im Sauseschritt. Der Autor versucht immer wieder einen Gegenwartsbezug herzustellen, er schildert Szenarien, wie sie vielleicht in fünf oder zehn Jahren wahrscheinlich sind und vergleicht damit oft den gegenwärtigen Zustand. Immer anschaulich und verständlich. Allerdings sollte der Leser schon die Bereitschaft mitbringen, sich mit immer neuen technischen Fragestellungen zu beschäftigen und auch nicht vor einer Fülle von ihm bisher unbekannten Fachbegriffen zurückschrecken.

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