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Buchbesprechung: Jetzt lerne ich Visual C# 2005

28.12.2006 | 16:35 Uhr |

Vor einiger Zeit haben wir Ihnen aus der Easy-Reihe des Markt+Technik-Verlags ein Einsteiger-Buch zum Erlernen von Visual C# vorgestellt. Der gleiche Verlag hat noch ein weiteres Buch für C#-Neulinge im Angebot, es wendet sich aber nicht so sehr an blutige Programmieranfänger, sondern eher an etwas erfahrenere Benutzer, die vielleicht schon über etwas Coding-Know-How verfügen. Das Buch ist somit eine etwas anstrengendere Lektüre als der Easy-Band, dafür dringt man mit "Jetzt lerne ich Visual C# 2005" von Dirk Louis aber auch deutlich tiefer in die Materie ein.

"Dirk Louis, Jetzt lerne ich Visual C# 2005" von Markt+Technik kommt mit zwei CDs zum Kunden. Auf der einen Scheibe finden Sie alle Code-Beispiel, auf der anderen wie gehabt eine kostenlose Visual 2005-Express-Edition für C#. Das knapp 460 Seiten starke Buch kostet 24,95 Euro.

Louis vermittelt zunächst ganz knapp das Programmierkonzept des .net-Frameworks. Danach weiß der Leser, was es mit JIT-Compiler und Intermediate Language Code auf sich hat. Außerdem werden die Visual C# Express-Edition und das RAD-Tool für Windows-Oberflächen vorgestellt. Im Anschluss daran wird gleich eine einfache Windows-Anwendung erstellt. Wer jetzt aber glaubt, dass es so weiter geht mit dem "Fenster-Zusammen-Klicken", der irrt. Denn in den nächsten Kapitel spielt sich das Geschehen konsequent auf der Konsole ab, der Autor erklärt die Grundzüge der Programmiersprache (zum Beispiel Variabeln, Operatoren, Arrays, Verzweigungen oder Schleifen) fernab von bunten Fenstern. Besonders vorteilhaft sind die gelegentlich eingestreuten Tabellen, in denen zusammengehörige Informationen übersichtlich präsentiert werden, beispielsweise auf den Seiten 98 bis 100 die wichtigsten Methoden der String-Klasse.

Besonders gründlich befasst sich der Autor mit dem objektorientierten Ansatz von C#. Gleich mehrere aufeinander folgende Kapitel fordern vom Programmieranfänger äußerste Konzentration, will er sich nicht zwischen Vererbung, Polymorphie, Schnittstellen und dem Überschreiben verlieren. Vielleicht hätte es dem Buch gut getan, wenn das an die Objektorientierung anschließende Kapitel zur "Ein- und Ausgabe" zur Auflockerung dazwischen geschoben worden wäre.

Danach ist aber Schluss mit der Befehlszeile, jetzt öffnen sich die Fenster. Denn ein weiterer Schwerpunkt des Buches ist naheliegenderweise das Erstellen von Windows-Oberflächen. Louis setzt sich gründlich mit den Windows-Forms auseinander und widmet auch dem Thema Grafik ein eigenes Kapitel. Gegen Ende des Buches gibt es noch einen interessanten Crashkurs zur Datenbankprogrammierung, also zum Thema ADO.net. ASP.net, also das Erstellen dynamischer Webseiten, wird dagegen nicht behandelt.

Lösungen zu den Aufgaben am Ende eines jeden Kapitels, eine Unicode-Tabelle, eine knappe, aber wertvolle Syntax-Referenz und ein Glossar runden das wirklich gelungene und sehr motivierende Lehrbuch zu C# ab.

Das Inhaltsverzeichnis sowie eine kostenlose Leseprobe finden Sie hier .

Wer noch keinerlei Programmiererfahrung hat und deshalb einen etwas einfacheren Einstieg in C# sucht, wird vielleicht hier fündig:

Buchbesprechung: Visual C# 2005 von Markt+Technik

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