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Programmieren lernen für Kinder

23.02.2009 | 13:26 Uhr |

Bücher, mit denen man im Selbststudium eine Programmiersprache erlernen kann, gibt es wie Sand am Meer. Doch eine Neuerscheinung von Markt+Technik hebt sich von der Masse ab: Der Titel des Buches - "Programmieren lernen für Kinder – spricht für sich.

Buchvorstellung: „Programmieren lernen für Kinder“ von Dirk Hardy, ISBN: 978-3-8272-4415-4, 29,95 Euro, 336 Seiten, 1 CD. Erschienen bei Markt+Technik . Zielgruppe sind laut Verlag Kinder ab dem dritten Schuljahr.

Damit die Kinder gleich los legen können, liegt auf der CD eine einfache "Entwicklungsumgebung" beziehungsweise Programmiersprache bei: ProLern (was für "Programmieren lernen" steht). Dabei handelt es sich aber nicht, wie man vielleicht denken könnte, um eine Basic-Variante, sondern um eine eigens hierfür entwickelte Programmiersprache. Ihr Vorteil: Sie verwendet Befehle in deutscher Sprache - die fremdsprachliche Hürde, wie sie bei konventionellen englischsprachigen Programmiersprachen der Fall ist, fällt also weg. Stattdessen setzt der Autor auf eine einfache, kindgerechte Sprache, was der Zielgruppe wohl tatsächlich entsprechen dürfte. Zudem beschränkt sich die Entwicklungsumgebung auf das Allernotwendigste (ein Debugger oder eine Syntaxergänzung fehlen, sind aber auch nicht notwendig), die Kinder werden also nicht überfordert.

Stattdessen können sich die Nachwuchsprogrammierer mit der grundsätzlichen Vorgehensweise des Programmierens und den grundlegenden Kontrollstrukturen beziehungsweise Befehlsarten beschäftigen. Zu allen Themen werden zunächst die theoretischen Grundlagen vermittelt und dieses Wissen dann anhand der Übungen gleich vertieft. Wie immer bei solchen Selbstlernbüchern findet man die Lösungen für die Übungen am Ende des Buches.

Bevor es mit dem Code-Hacken losgeht, vermittelt der Autor erst mal Grundlagenwissen über Computer und Programme. Danach geht es gleich mit dem ersten Programm los. Ein unverzichtbarer Bestandteil jeder gängigen Programmiersprache sind Variablen - diese werden konsequenterweise ebenfalls sehr früh vorgestellt. Danach kommen Fallunterscheidungen und Schleifen. Schon etwas anspruchsvoller sind Arrays und Sortierfunktionen, die ebenfalls vorgestellt werden. Mit dem Schreiben eigener Funktionen endet dann das Buch. Dass der Autor nicht auf Bestandteile der objektorientierten Programmierung eingeht, versteht sich von selbst. Für den Einstieg reicht eine prozedurale Herangehensweise völlig. Eine Comic-Figur namens Rolf Robot führt durch das Buch und soll die Kinder motivieren.

Durch die Beschäftigung mit ProLern erlernen die Schüler nicht nur die Grundprinzipien des Programmierens, sondern üben auch logisches Denken und Rechnen.

Kleines Manko: ProLern wurde mit Microsoft C# entwickelt, die jungen Nachwuchsprogrammierer müssen also zwangsläufig an einem Windows-Rechner üben.

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