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Browzar: Neuer Browser für mehr Privatsphäre

31.08.2006 | 17:05 Uhr |

Mit dem "Browzar" tritt ein schlanker Web-Browser an, dessen Entwickler sich die Sicherheit der Anwender vor Datensammlern auf die Fahne geschrieben haben.

Ein kleines Unternehmen aus England stellt einen Web-Browser vor, der keine Spuren im Web hinterlassen soll. Das von seinem geistigen Vater, Ajaz Ahmed, auf den Namen "Browzar" getaufte Programm ist ab sofort für Windows erhältlich, Versionen für Mac und Linux sind geplant.

Das Protokollieren von Suchanfragen durch die Betreiber der Suchmaschinen bereitet Anwendern wie Datenschützern einige Sorgen. Der "Fall AOL" ( wir berichteten ) macht deutlich, dass es möglich ist Profile von Personen nur aus den gespeicherten Suchanfragen zu erstellen. Hinzu kommen noch lokal auf dem PC gespeicherte Informationen wie etwa Cookies oder Protokolle der zuletzt besuchten Websites (Browser-History) sowie der Cache (Zwischenspeicher) des Browsers, die auf Grund von Sicherheitslücken unter Umständen von fremden Websites ausgelesen werden könnten.

Der kostenlos erhältliche Browzar soll derartige Spuren sogleich löschen oder gar nicht erst anlegen. Zur geringen Größe von nur 264 KB kommt, dass Browzar nicht installiert werden muss. Es kann einfach gestartet werden und eignet sich dadurch auch zur Mitnahme auf einem USB-Stick. Er bietet jedoch keine Zusatzfunktionen außer einem Pop-up-Blocker und einer Suchmaske.

Tatsächlich ist Browzar auch kein eigenständiger, kompletter Browser. Er setzt vielmehr auf dem Internet Explorer auf, für den es auch diverse andere Aufsätze gibt, teils schon seit Jahren. Sie sind jedoch meist umfangreicher und müssen installiert werden, eignen sich daher nicht zur Mitnahme auf dem USB-Stick.

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