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Internet Explorer: Fraunhofer SIT entwickelt Tracking-Schutz-Liste

23.10.2012 | 10:39 Uhr |

Fraunhofer SIT hat in einem Projekt mit Microsoft eine Tracking-Schutz-Liste für den Internet Explorer entwickelt, mit der die Privatsphäre der Surfer besser geschützt werden soll.

Das Darmstädter Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat in einem Projekt mit Microsoft eine Tracking-Schutz-Liste für den Internet Explorer entwickelt. Ziel des Projekts war es, die Anwender beim Surfen im Internet gegen unbemerkte Überwachung durch Dritte zu schützen. 

„Die Entwicklung und Pflege der Tracking-Schutz-Listen durch das Fraunhofer SIT ist ein wichtiger Aspekt für mehr Privatsphäre beim Surfen und wird die Leistungsfähigkeit des Internet Explorers in Sachen Datenschutz und Sicherheit auf lange Sicht noch weiter vorantreiben", so Frank Maenz, Produkt Manager Internet Explorer bei Microsoft Deutschland. Maenz weiter: "Die Tracking-Schutz Listen sind offen und verfügbar für jedermann und könnten somit auch dazu beitragen, die Nutzer anderer Browser zu schützen. Wir würden es daher begrüßen, wenn auch andere Hersteller damit beginnen würden, die Informationen aus den Tracking-Schutz Listen zu nutzen.“

Dr. Markus Schneider, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer SIT, betont, dass der Privatsphären-Schutz der Nutzer beim Surfen im Internet das oberste Ziel des gemeinsamen Projekts mit Microsoft gewesen sei. "Der Ansatz des Internet Explorers, einen Schutz gegen unerwünschtes Tracking für Benutzer mit Tracking-Schutz Listen zu erreichen ist aus unserer Sicht sehr viel besser und benutzerfreundlicher als andere Ansätze, die versuchen Tracking auf der Ebene konkreter technischer Methoden zu verhindern. Diese verlangen, dass man sich als Benutzer darüber im Klaren sein muss, welche technischen Methoden überhaupt zum Tracking verwendet werden können", so Dr. Scheider, der hinzufügt: "Wenn man davon ausgeht, dass Tracker diese Verfahren immer weiter entwickeln, ist davon auszugehen, dass ein solcher Weg zum Tracking-Schutz für die meisten Benutzer wenig zielführend ist. Insofern ist die Entscheidung Microsofts, Tracking-Schutz Listen im Internet Explorer zu unterstützen, für Benutzer nach unserer Überzeugung unbedingt ein Schritt in die richtige Richtung.“

Das Fraunhofer SIT ist Microsofts erster deutscher Partner, der bei der Erstellung, Bereitstellung und regelmäßige Aktualisierung einer Tracking-Schutz-Liste beteiligt wird. Dabei soll der Tracking-Schutz den Nutzern von Browsern die Möglichkeit bieten, die ungewollte Kommunikation des Browsers mit bestimmten Websites komplett zu unterbinden. So soll verhindert werden, dass Informationen über das Surfverhalten der Nutzer an Dritte gelangen.

Bei der Erstellung der Tracking-Schutz-Liste für den Internet Explorer wurden im Rahmen des Projekts die Netzaktivitäten von den 500 wichtigsten Webangeboten in Deutschland nachverfolgt. Die Tracking-Schutzliste wird ab dem 7. November 2012 über iegallery.com/TPL zum Download bereit stehen. Das Fraunhofer SIT wird sich dann zunächst und mindestens für zwei Jahre um die Pflege der Liste kümmern.

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