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Mozillas Vertrag mit Google abgelaufen - was wird aus Firefox?
Der lukrative Vertrag, den Mozilla mit Google abgeschlossen hat, ist im November abgelaufen. Offen ist nun, wie es weitergeht.
Der lukrative Vertrag, den Mozilla mit Google über Firefox abgeschlossen hatten, ist Ende November 2011 abgelaufen. Bisher hat es Mozilla aber abgelehnt darüber Angaben zu machen, ob der Vertrag verlängert wurde, sondern verweist lieber darauf, dass Mozilla für Firefox mit vielen Partnern zusammenarbeite, zu denen neben Google auch Bing, Yahoo, Amazon und eBay gehören..
Diese Standard-Antwort lässt aber viele Fragen offen und verschweigt, welche immense Rolle Google bei der Entwicklung von Firefox durch Mozilla spielt. Über 98 Prozent seiner Einnahmen hat Mozilla nämlich seinen Suchmaschinenpartnern zu verdanken. Das waren 2010 immerhin 121,1 Millionen US-Dollar von 123,2 Millionen US-Dollar. Damals machte Mozilla aber keine Angaben darüber, wie sich die Einnahmen nach Partnern aufschlüsseln. Zuletzt gab Mozilla im Jahr 2008 an, dass Googles Anteil an den Einnahmen durch Suchmaschinenpartner bei 88 Prozent läge.
Ohne Google nur geringe Einnahmen
Übertragen auf die Einnahmen aus dem Jahre 2010 wären dies immerhin über 106 Millionen US-Dollar. Oder - anders ausgedrückt - ohne Google hätte Mozilla im Jahr 2010 nur Einnahmen in Höhe von 17,2 Millionen US-Dollar gehabt. Schätzungsweise - versteht sich.
Seit 2008 hat sich die Browser-Welt extrem geändert, denn seitdem geht Google mit Chrome und damit mit einem eigenen Browser an den Start. Dieser wurde zunächst belächelt, hat sich aber mittlerweile nicht nur zu einer ernsthaften Konkurrenz gemausert, sondern sogar zuletzt Firefox den zweiten Platz unter den Browsern streitig gemacht.
Firefox nur noch auf Platz 3 unter allen Browsern
Den Web-Analysten von Net Applications zufolge lag Firefox im November zwar mit einem Marktanteil von 25,2 Prozent noch vor Google Chrome mit 18,2 Prozent. Die Web-Analysten von StatCounter ermittelten allerdings im November erstmalig einen Machtwechsel: Chrome kam im November hier auf einen Marktanteil von 25,7 Prozent und lag damit erstmalig vor Firefox, dessen Marktanteil von StatCounter im November nur noch mit 22,1 Prozent gemessen wurde.
In einer FAQ von Oktober hatte Mozilla noch als Ziel angekündigt, den Vertrag mit Google erneuern zu wollen. Spannend ist also die Frage: Wurde der Vertrag bereits verlängert oder ziehen sich die Verhandlungen länger als ursprünglich geplant hin? Und wie lange könnte Mozilla und damit Firefox ohne eine starken Partner wie Google überleben?
Mozilla hat in der Vergangenheit immer wieder betont, notfalls auch ohne das Geld von Google leben zu können. Zuletzt hatte Mozilla im Jahr 2010 erklärt, rund 105 Millionen US-Dollar auf Konten bei Geldinstituten, in Form von staatlichen und privaten Anleihen und anderen Sicherheiten zu besitzen.



06.12.11
heise kennt die Antwort: alles halb so wild! :)
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06.12.11
...naja, das kann man so und so sehen. Will man die Sache neutral betrachten, haben sich zumindest die Spielregeln zwischen den beiden geändert. Früher hatte google aus verschiedensten Gründen gesteigertes Interesse an Mozilla. Heute gibt es die Gründe nicht mehr, in so fern muss Mozilla jetzt bei google den Bückling machen.
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06.12.11
Nun ja, ich schrieb schließlich, es sei alles [I]halb[/I] so wild. Dem PCW-Artikel nach kam ja die Vermutung auf, Mozilla stünde kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Das passiert vielleicht erst etwas später. ;)
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06.12.11
Sehe ich nicht so, warum - weil Google ein riesiger Konzern ist?
Vielmehr hat Google weiterhin Interesse daran einem großen Konkurrenten - MS - weiter die Nutzer vom IE zu nehmen!
Egal wie, ob nun durch Chrome und/oder Firefox - das ist das was zählt.......
Gruß kingjon
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06.12.11
Nö, weil google Mozilla nicht mehr wirklich braucht. Klar ist es nett, fest als bevorzugte Suchmaschine verdrahtet zu sein, aber unterm Strich beträgt Mozillas Anzeil am google-Umsatz weniger als ein halbes Prozent.
Das ist google mittlerweile ziemlich egal. Die eigenen Dienste - mit denen letztlich das Geld verdient wird - funktionieren mit allen gängigen Browsern, d.h. Abhängigkeiten von MS muss man da nicht mehr fürchten. google's Probleme heißen Amazon und ebay -> http://www.internetworld.de/Nachrichten/E-Commerce/Dienstleistungen/Google-arbeitet-an-Same-Day-Delivery-E-Commerce-Projekt-Logistik-Schlag-gegen-Amazon-62110.html
Für google zählt google und sonst nichts. Wenn man aus Allianzen Kapital schlagen kann, wird man sie eingehen. Aber genauso schnell wird man sie bei Bedarf auflösen. Hier behauptet niemand, dass google die Beziehung zu Mozilla ohne Not beenden wird, aber google kann sich erlauben, die Regeln dafür zu diktieren.
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06.12.11
Zitat: kalweit
Das ist dann der Vorteil wenn man der größte Geldgeber ist, der der es benötigt wird dann diese Rechte wohl oder übel einräumen müssen. ;)
Gruß kingjon
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07.12.11
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