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Microsoft verteidigt IE8-Phone-Home-Funktion

15.09.2008 | 10:44 Uhr |

Microsoft hat die im Internet Explorer 8 Beta 2 enthaltenen Funktionen verteidigt, die Daten an Microsoft-Server senden.

Erst traf es Google Chrome und dann die Beta 2 vom Internet Explorer 8. Microsoft musste sich den Vorwurf gefallen lassen, dass der Browser Daten an Microsoft-Server sendet . Schuld daran ist die neue "Vorgeschlagene Sites"-Funktion.

Microsoft hat mittlerweile die neue Funktion und deren Verhalten verteidigt. Die Redmonder weisen darauf hin, dass nur eine begrenzte Menge an Daten an die Microsoft-Server gesendet werde, wenn der Anwender von den Vorteilen der "Vorgeschlagene Sites"-Funktion profitieren möchte und diese einschaltet. Dabei werde zwar auch die IP-Adresse des Anwenders versendet, aber - so betont Microsoft - diese Information werde nahezu umgehend durch Microsoft gelöscht.

Microsoft wies auch darauf hin, dass sich die Funktion wesentlich von der ähnlichen Funktion in Google Chrome unterscheide, weil bei Google die Funktion standardmäßig aktiviert sei und Microsoft dagegen ausdrücklich den Anwender dazu auffordere, die Funktion zu aktivieren. Außerdem zeichne Microsoft im Gegensatz zu Google keinerlei Tastatureingaben der Anwender auf und speichere auch bei der Nutzung der Funktion keine Cookies auf den Rechnern der Anwender ab.

Laut Angaben von Microsoft werden neben der Adresszeilen-Eingabe auch die Version des Browsers und generelle Lokaleinstellungen an die Microsoft-Server übertragen. Außerdem werde auch die IP-Adresse übertragen, was notwendig sei, um dem Anwender die Ergebnisse seiner Anfrage zu liefern. Danach werde die IP-Adresse wieder gelöscht. Die "Vorgeschlagene Sites"-Datenbank enthalte damit keinerlei IP-Adressen von Anwender.

Microsoft hebt alle an die Server übertragenen Daten für 18 Monate auf. Anschließend werden aus den gespeicherten URLs weitestgehend Teile entfernt, mit denen sich beispielsweise Rückschlüsse auf Anwender ziehen lassen könnten.

Dennoch räumt Microsoft ein, dass der Internet Explorer 8 Beta 2 einen Bug hat, was die "Vorgeschlagene Sites"-Funktion angehe: Der Anwender werde nach einer Re-Installation des Browsers nicht wieder gefragt, ob er die Funktion nutzen möchte, falls er diese Frage bereits bei der ersten Installation des Browsers bejaht hatte. Microsoft arbeitet derzeit an einen Bugfix für das Problem.

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