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Google Chrome erhält Sync-Funktion

04.08.2009 | 12:21 Uhr |

Google wird dem Browser Google Chrome in Kürze eine neue Synchronisierungsfunktion spendieren.

Die neue Funktion wird es dem Anwender erlauben, die in Google Chrome genutzten Lesezeichen über mehrere Rechner hinweg zu synchronisieren. Laut Angaben der Entwickler wird die neue Funktion demnächst bei einer Vorabversion von Google Chrome enthalten sein und kann dann getestet werden.

Dem Google-Entwickler Tim Steele zufolge , müssen sich die Google-Chrome-Anwender mit ihrem Google-Konto im Browser anmelden, um die Lesezeichen zu synchronisieren. Die Daten werden auf Google-Servern abgelegt und dann mit den PCs synchronisiert. Steele betont, dass die Änderungen auch in Chromium einfließen werden. Chromium ist das Open-Source-Projekt, auf dem Google Chrome basiert. Die zwischen dem Client und Server übertragenen Daten nutzen das offene Protobuf-Format .

Die für die neue Funktion zuständigen Entwickler erläutern in einem Design-Dokument die Synchronisierungsfunktion. Demnach wird es auch möglich sein, sich gleichzeitig mit mehreren Clients und einem Konto beim Server anzumelden. Damit werden also auch mehrere PCs die Lesezeichen gleichzeitig miteinander teilen können, wobei sich die Änderungen an den Lesezeichen an einem PC, sofort auf die restlichen PCs auswirken sollen. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Änderungen an den Lesezeichen gemacht werden können, wenn keine Verbindung zum Server existiert. Schließlich soll der Anwender auch über ein Web-Interface und damit außerhalb von Google Chrome auf die auf den Google-Servern gespeicherten Lesezeichen zugreifen können.

Google hatte bereits für Firefox eine Lesezeichen-Synchronisierungs-Erweiterung entwickelt, die den Namen Google Browser Sync trug. Deren Verbreitung und Weiterentwicklung wurde aber Mitte 2008 eingestellt.

Mozilla arbeitet mit dem Projekt Mozilla Weave an einem Dienst, den Firefox-Nutzer künftig verwenden sollen, um Lesezeichen, den Verlauf und die gespeicherten Passwörter über mehrere PCs hinweg zu synchronisieren.

Ein Synchronisierungstool, das Lesezeichen auch über unterschiedliche Browser hinweg synchronisiert, ist Xmarks . Das Tool unterstützt derzeit Firefox, Safari und den Internet Explorer. Die Unterstützung für Google Chrome soll demnächst hinzugefügt werden.

Google will sich bei Google Chrome vorerst auf die Synchronisierung von Lesezeichen beschränken. Man lässt sich aber laut dem Design-Dokument ein Hintertürchen offen, denn hier ist davon die Rede, dass die neue Funktion künftig erweiterbar um neue Datentypen sein soll.

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