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Firefox gewinnt 30 Millionen Nutzer hinzu

29.10.2009 | 08:55 Uhr |

Mozilla-CEO John Lilly hat via Twitter verlautbart, dass der Webbrowser Firefox im Zuge der letzten acht Wochen 30 Millionen zusätzliche User überzeugt hat.

Laut Mozilla-Chef hat die Projektorganisation so mit geschätzten 136 Mio. Benutzern weltweit den Abstand zu Marktführer Microsoft weiter verkürzt. Um die 60 Prozent aller Reisenden im Internet benutzen jedoch nach wie vor eine Version des Internet Explorer.

"Da das Internet wächst, sind steigende Userzahlen nicht immer gleichbedeutend mit einem wachsenden Marktanteil", gibt Tristan Nitot, Präsident von Mozilla Europe , auf Nachfrage von pressetext zu bedenken. Für eine korrekte Interpretation der Zahlen müsse auch die Saisonalität im Gebrauch von Webbrowsern berücksichtigt werden. "Mehrere Untersuchungen zeigen, dass Nutzerzahlen zu Schulbeginn besonders stark steigen", so der Experte.

Mozilla zählt auf hausgemachte Statistiken

Marktforschungseinrichtungen wie NetApplications oder Statcounter bringen unterschiedlichste Methoden zur Anwendung, um seriöse Zahlen zur Situation am Browsermarkt zu eruieren. Angesichts von zum Teil stark abweichenden Ergebnissen ermittelt Mozilla Userdaten aber auch über sein hauseigenes Application Update Service. Im Zuge dessen pingen Firefox-Browser Mozillas Server im Schnitt einmal täglich, um zu eruieren, ob Updates verfügbar sind.

Durch das Zählen der Pings erhält Mozilla Anhaltspunkte, wie viele Instanzen von Firefox gerade laufen. Unschärfen ergeben sich etwa im Falle von Firmennetzwerken hinter Firewalls. Der Ping erfolgt absolut anonym. In die Privatsphäre der User wird nicht eingegriffen, wird von Seiten Mozillas versichert. "Um auf eine Usergesamtzahl schließen zu können, wird die aus den Pings ersichtliche Anzahl von täglich aktiven Usern in der Folge mit einem nach Ansicht von Mozilla konservativen Faktor 3 multipliziert", erklärt Nitot.

Firefox in Europa besonders beliebt

Aller Statistik zum Trotz betrachtet Mozilla die im Juni veröffentlichte Version 3.5 seines Webbrowsers als entscheidenden Grund für dessen steigende Beliebtheit. Dabei erfreut sich Firefox laut Xiti Monitor http://www.atinternet-institute.com mit einem Marktanteil von 28,6 Prozent speziell in Europa besonderer Beliebtheit. Statcounter sieht sogar rund 39,9 Prozent aller Europäer mit Firefox durchs Internet surfen.

Mozilla erwartet zudem, dass auch seine unter dem Codenamen Fennec entwickelte Browservariante für Mobiltelefone Erfolg haben wird. "Die Marktdynamik im Bereich des mobilen Internets unterscheidet sich jedoch stark vom Desktop-Segment, wo Anwender ihre Software häufig selbst installieren. Für detaillierte Prognosen ist es daher noch zu früh", meint Nitot. Mozilla rechnet im Zuge der nächsten Quartale jedoch mit einer Explosion des Markts für mobile Browser. (pte)

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