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Apple stoppt Safari-Schmuggel per Update

21.04.2008 | 14:22 Uhr |

Nutzern klammheimlich einen Browser unterzujubeln, sieht Mozilla als Verbreitungstaktik von Malware - Apple hat nun reagiert und bietet den Nutzern die Möglichkeit, die Safari-Installation wahlweise abzuschalten.

Apple hat sein Update-Tool so verändert, dass der Nutzer nun entscheiden kann, welche Software er installieren beziehungweise aktualisieren möchte. Der Grund: Apple geriet kürzlich in Kritik , Safari per iTunes-Update Windows-Nutzern unterzujubeln, um somit die Dominanz seines Browsers anzukurbeln. Vor allem der Mozilla-CEO John Lilly tat seinen Unmut zu dieser Vorgehensweise kund. "Es ist falsch und die Vorgehensweise grenzt an Malware-Verbreitung", wettert der Mozilla-Chef in seinem Blog . Der Mozilla-Browser Firefox steht in direkter Konkurrenz zu Apple Safari.

Das überarbeitete Auswahlfenster des Update-Tools (siehe Screenshot) listet in der oberen Hälfte die Updates auf, in der unteren Hälfte die neuen Programme. Unter Windows Vista erscheint der Apple-Browser in dem Abschnitt "Neue Software", wobei das Kontrollhäkchen aber bereits gesetzt ist.

Die Zufriedenheit seitens Mozilla hält sich in Grenzen. Asa Dotzler, Direktor der Kommunikations-Entwicklung bei Mozilla, erklärte, dies sei ein wichtiger Schritt, doch noch keine ausreichende Verbesserung. Er fordert Apple auf, einen Schritt weiter zu gehen. "Jetzt muss Apple das Häkchen im Abschnitt Neue Software standardmäßig entfernen", schreibt der Kommunikations-Direktor in seinem Post.

Download: Safari 3

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