Browser-Alternativen

EU leitet Kartellverfahren gegen Microsoft ein

Dienstag den 17.07.2012 um 19:05 Uhr

von Denise Bergert

© Microsoft
Die Europäische Union hat heute ein Kartellverfahren wegen unlauterer Geschäftspraktiken gegen Microsoft eingeleitet. Dem Redmonder Konzern drohen dabei hohe Strafen.
Da sich Microsoft nicht an vergangene Zusagen gehalten hatte, in deren Rahmen Windows-Nutzern alternative Web-Browser angezeigt werden sollten, hat die EU heute ein Kartellverfahren gegen den Redmonder Konzern eingeleitet. Die fehlende freie Wahl beim Windows-Browser sei dem Unternehmen als unlautere Geschäftspraktik auszulegen, erklärt EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

Das Kartellverfahren stellt die neueste Runde im jahrelangen Tauziehen zwischen Microsoft und der EU dar. Bereits 2009 hatte die Brüsseler Behörde darauf bestanden, dass Microsoft Windows-Nutzern Browser-Alternativen anzeigen müsse. Diese Auflage sollte der Konzern bis 2014 erfüllen. Auf diesen Schritt gedrängt hatten Konkurrenten, die sich der Windows-Dominanz gegenüber machtlos sahen.

Microsoft reagierte heute umgehend auf die Vorwürfe und schob die Nichteinhaltung der EU-Auflagen auf einen technischen Fehler. Noch in dieser Woche wolle das Unternehmen die mehr als 28 Millionen in Europa registrierten Windows-Rechner mit einem entsprechenden Update versorgen. Wie Microsoft anmerkt, habe das Auswahl-Fenster lediglich bei Windows-7-PCs mit dem Servicepack 1 gefehlt. Bei Windows Vista, Windows XP und der Originalversion von Windows 7 seien die Auflagen jedoch vorschriftsmäßig erfüllt worden.

Die EU-Kommission zeigt sich von solchen Versprechungen unbeeindruckt und droht, alle Mittel nutzen zu wollen, die der EU zur Abschreckung und Bestrafung zur Verfügung stehen. Im schlimmsten Fall würde das für Microsoft eine Strafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes bedeuten.

Dienstag den 17.07.2012 um 19:05 Uhr

von Denise Bergert

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (19)
  • kingjon 22:55 | 19.07.2012

    Was habt ihr denn gegen den Editor, ich benutze den tagtäglich....?

    Gruß kingjon

    Antwort schreiben
  • magiceye04 22:35 | 19.07.2012

    Der Editor besteht doch eh nur aus der Notepad.exe und noch Verknüpfungen mit einigen Dateien, wie z.B. TXT.
    Da gibts also nicht wirklich irgendwas zu deinstallieren.
    Außerdem hätte das womöglich den gravierenden Nachteil, dass Logfiles nicht mehr präsentiert werden können (außer man installiert gleichzeitig einen anderen Viewer/Editor.

    Der IE wird lustigerweise für die Anzeige der Werbung von Avira genutzt. Kann also gern weg, angezeigt wird ohnehin nicht viel, weil der IE bei mir nix darf.

    Antwort schreiben
  • Gany 12:20 | 19.07.2012

    Zitat: ohmotzky
    Das ist der Editor auch und keiner kommt auf die Idee damit Briefe schreiben zu müssen.


    Das bestreitet ja auch niemand. Trotzdem fände ich es persöhnlich besser wenn auch dieser (Editor) sich ganz normal deinstallieren lassen würde.

    Antwort schreiben
  • ohmotzky 08:46 | 19.07.2012

    Zitat: Gany
    Das mit dem Mercedes und dem BMW haut so nicht hin, da der IE eine Komponente des Betriebsystems ist und nicht das gesammte System um das es geht.

    Gruss

    Das ist der Editor auch und keiner kommt auf die Idee damit Briefe schreiben zu müssen.

    Antwort schreiben
  • Gany 03:35 | 19.07.2012

    Zitat: magiceye04
    So schlecht ist der Vergleich gar nicht.


    Ich gestehe dir selbstverständlich deine Sichtweise der Dinge zu so wie du sicherlich mir die meine zugestehst.

    Gruss

    Antwort schreiben
1523062