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Brom-Industrie wehrt sich gegen iPhone-Schelte

24.10.2007 | 11:40 Uhr |

Nachdem Greenpeace kürzlich die Verwendung schädlicher Substanzen in Apples iPhone angeprangert hatte, ernten die Umweltschützer nun Kritik von der Industrie.

Vor wenigen Tagen hatte Greenpeace die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, derzufolge Apple bei der Produktion des iPhones schädliche Substanzen einsetzt. In den Einzelteilen des Handys wurden unter anderem Brom und PVC nachgewiesen. Dafür ernten die Umweltschützer jetzt Kritik seitens des US-Industrieverbandes BSEF (Bromine Science and Environmental Forum). Alle nachgewiesenen Substanzen seien zur Verwendung zugelassen, betont der Verband in einem Kommentar. Greenpeace habe zwar Brom nachgewiesen, allerdings mangels geeigneter Analysemethoden nicht die Konzentration und Zusammensetzung des Stoffes ermitteln können. Dennoch sei direkt Alarm wegen des Verdachts auf Bromide geschlagen worden.

Zudem reagieren die im iPhone verwendeten und EU-konformen bromierten Flammschutzmittel (BFR) laut BSEF mit anderen im Gehäuse enthaltenen Stoffen, was eine Freisetzung in die Umwelt praktisch verhindere. Die Umweltschützer hätten zudem nicht darauf hingewiesen, dass die BFR zu den meist getesteten Flammschutzmitteln zählen, die derzeit erhältlich sind. Eine konstruktive Alternative sei ebenfalls nicht aufgezeigt worden. Derartige Flammschutzmittel sind laut dem Verband bei elektronischen Geräten besonders wichtig, da sie oft Hitzequellen enthalten und aus relativ großen Mengen entflammbaren Kunststoffs bestehen.

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