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Britisches Unternehmen verbietet Mitarbeitern Mail-Kommunikation

23.09.2003 | 10:14 Uhr |

Ein britischer Unternehmer hat seinen Angestellten verboten, weiterhin über Mail zu kommunizieren. Stattdessen müssen sich die 2500 Angestellten am Telefon austauschen. "Das Verbot hat eine sofortige, dramatische Wirkung gehabt", sagte der Chef der britischen Handyladen-Kette Phones 4u, John Caudwell.

Ein britischer Unternehmer hat seinen Angestellten verboten, weiterhin über Mail zu kommunizieren, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerpartner . Stattdessen müssen sich die 2500 Angestellten am Telefon austauschen. "Das Verbot hat eine sofortige, dramatische Wirkung gehabt", sagte der Chef der britischen Handyladen-Kette , John Caudwell.

Er glaube, dass jeder Angestellte so durchschnittlich drei Stunden Zeit am Tag einsparen könne - und das Unternehmen dadurch umgerechnet 1,4 Millionen Euro im Monat. Es gehe dabei nicht um privat verschickte Mails - die werden sowieso nicht gern gesehen -, sondern nur um die betriebsinterne Kommunikation.

"Ich habe festgestellt, dass E-Mails Phones 4u auf heimtückische Weise befallen haben, und deshalb habe ich sie sofort verboten" sagte Caudwell. Die Zunahme des Mail-Verkehrs habe seine Mitarbeiter immer mehr aufgehalten. Es könne zehn Mal so lange dauern, eine Mail zu schreiben, als direkt miteinander zu sprechen. Außerdem bekomme man bei einem Anruf die Antwort sofort und müsse nicht erst lange warten.

"Die Qualität und Effektivität der Kommunikation hat enorm zugenommen", so Caudwell zufrieden. Der 50-jährige hat beim Thema Sparen immerhin schon reichlich Kompetenz bewiesen: Er steht mit einem Vermögen von umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro auf Platz 26 der reichsten Briten.

Privates Surfen am Arbeitsplatz ist umstritten (PC-WELT Online, 28.08.2003)

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