62038

Britische Uni bietet Hacker-Kurs für Informatik-Studenten

24.03.2003 | 12:59 Uhr |

Die Universität von Leeds beschreitet neue Wege, um künftige Software-Produkte sicherer zu machen: Informatik-Studenten sollen lernen, wie sie Programme hacken und Sicherheitslücken am konkreten Fallbeispiel schließen können.

Die Universität von Leeds beschreitet neue Wege, um künftige Software-Produkte sicherer zu machen: Informatik-Studenten sollen als Teilbereich eines 11-wöchigen Kurses lernen, wie sie Programme hacken und Sicherheitslücken am konkreten Fallbeispiel schließen können. Das berichtet unsere Schwesterpublikation "PC Advisor" .

"Wir wollen unsere Studenten dazu bringen, auf verschiedene Arten über Software nachzudenken und diese aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Wir geben ihnen Software-Beispiele und fordern sie auf, eine Sicherheitsüberprüfung vorzunehmen und unsichere Teile zu identifizieren, die sie dann beheben sollen", erklärt Nick Efford, Lehrer der "School of Computing" der Universität.

Anhand der konkreten Beispiele wie "Buffer overruns" sollen die Studenten lernen, wie sie derartige Probleme beim Schreiben eigener Programme verhindern können. Gerade die praxisbezogenen Beispiele und der Fokus auf Sicherheit in Software-Technik unterscheidet dieses Angebot nach Angaben von Efford von alternativen Kursen, die sich typischerweise auf Netzwerk-Sicherheit und Kryptographie konzentrieren.

Microsoft sponsert den Kurs der Universität, was jedoch nicht bedeute, dass sich die Studenten lediglich mit Programmen der Redmonder auseinander setzen werden, so Efford. "Wie konzentrieren uns nicht auf die Technologien eines einzelnen Anbieters. Wir müssen unseren Studenten eine breite Erfahrung zukommen lassen", meint Efford.

Alle Windows-Versionen betroffen: Microsoft warnt vor kritischer Sicherheitslücke (PC-WELT Online, 20.03.2003)

Linux-Kernel hat ein Leck (PC-WELT Online, 20.03.2003)

PC-WELT Sonderheft: Sicherheit

0 Kommentare zu diesem Artikel
62038