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Britische Musikindustrie: Weitere Klagen gegen P2P-Nutzer

14.04.2005 | 12:26 Uhr |

Die britische Musikindustrie in Form des Dachverbandes BPI nimmt weiter Tauschbörsennutzer ins Visier, die illegal Musikdateien per Internet tauschen. Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurden 26 Personen angezeigt, im März folgten weitere 31 Anwender und jetzt kommen noch einmal 33 Personen hinzu.

Nicht nur in Deutschland oder den USA wird juristisch gegen P2P-Nutzer vorgegangen, die illegal Musikdateien per Internet tauschen, auch in England geraten Privatpersonen zunehmend ins Visier der Industrie. Bereits im Oktober vergangenen Jahres erhielten 26 Personen Post vom Staatsanwalt, im März wurden weitere 31 Anwender angezeigt und jetzt folgen noch einmal 33 Personen.

Betroffen sind laut BPI Nutzer von Kazaa, Directconnect, Bearshare, Soulseek, Grokster und Imesh. Ihnen wird vorgeworfen, hunderte beziehungsweise mehrere tausend Musiktitel illegal angeboten zu haben.

Die Fälle der ersten Klagewelle sind laut der Verbandes der britischen Musikindustrie (BPI) mittlerweile allesamt abgeschlossen. Insgesamt haben die Betroffenen Schadenersatz von mehr als 50.000 britischen Pfund (73.250 Euro) bezahlt, so der Verband.

Auf Grund eines Gerichtsbeschlusses müssen die ISPs die persönlichen Daten der Anwender der BPI mitteilen. Der Anwalt der BPI, Geoff Taylor, erklärt die erneute Klagewelle mit den Worten: "Wir haben die Leute immer wieder gewarnt, dass unautorisiertes Filesharing verboten ist. Jeder, der darin verwickelt ist, muss damit rechnen, tausende Pfund Schadenersatz zahlen zu müssen. Mittlerweile ist es einfach, Musik legal per Internet zu erhalten."

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