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Briten verklagen Allofmp3-Portal

05.07.2006 | 09:26 Uhr |

Der britische Phonoverband will den russischen MP3-Anbieter Allofmp3 vor einem Zivilgericht verklagen.

Der britische High Court hat dem Interessenverband der British Phonographic Industry (BPI) die Erlaubnis erteilt, vor dem obersten Zivilgericht eine Klage gegen den russischen MP3-Anbieter Allofmp3 einzureichen. Wieder einmal wollen die Vertreter der Musikindustrie den Beweis erbringen, dass das umstrittene Musikportal illegal ist. Die Musikindustrie versucht das bereits seit längerem, allerdings bisher mit eher bescheidenem Erfolg. Insbesondere der große Erfolg des russischen Anbieters dürfte der Musikindustrie ein Dorn im Auge sein: Mit 14 Prozent Marktanteil ist Allofmp3 in Großbritannien derzeit das zweiterfolgreichste Portal nach Apples iTunes.

BPI-Sprecher Roz Groome erläuterte gegenüber der BBC den Grund der Klage: „Wir haben immer darauf bestanden, dass die Seite illegal ist und der Betreiber britisches Recht bricht, indem er hiesigen Kunden ohne die Genehmigung der Rechteinhaber MP3-Dateien anbietet“. Dagegen beruft sich Allofmp3 stets auf reguläre Abkommen mit den russischen Verwertungsgesellschaften – bisher mit Erfolg. Bei seinen Nutzern ist Allofmp3 insbesondere wegen der DRM-freien Dateien und der Möglichkeit zur freien Formatwahl sowie den vergleichsweise niedrigen Preisen beliebt.

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