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Brite wegen Drohnen-Flügen über Stadien verurteilt

22.09.2015 | 10:17 Uhr |

In Großbritannien ist zum ersten Mal eine Person verurteilt worden, die eine Drohne in einem gesperrten Flugraum einsetzte.

Immer häufiger dringen Quadcopter (Flugdrohnen) in eigentlich für sie gesperrte Bereiche ein und kommen sogar Flugzeugen zu nahe. In Großbritannien ist nun zum ersten Mal ein Mann verurteilt worden, der seinen Quadcopter mehrmals über das Etihad Stadium in Manchester und dem Anfield Stadium in Liverpool während laufender Fußballspiele fliegen ließ. Die Polizei hatte den Mann im Oktober verhaftet.

Ein britisches Gericht verurteilte den Mann nun zu der Zahlung einer Strafe in Höhe von umgerechnet mehr als 3.300 Euro. Außerdem darf der Mann auf richterliche Anweisung in den nächsten zwei Jahren keine Flugdrohne erwerben oder fliegen. Ihm ist auch untersagt worden, anderen Personen beim Fliegen von Drohnen zu assistieren.

Der Mann hatte während des Verfahrens zugegeben, dass er seinen Quadcopter auch über diverse weitere Fußballstadien und Londoner Wahrzeichen geflogen hatte. Darunter dem Buckingham Palast, dem Houses of Parliament und der Shard London Bridge. Die Aufnahmen veröffentlichte er dann jedes Mal auf Youtube. Wodurch ihm die Polizei auch schließlich auf die Schliche kam. Diese warf ihm bei der Verhaftung vor, den Quadcopter außer der Sichtweite und zu nahe an den Gebäuden geflogen zu haben. Bei der Verhaftung wurde auch der Quadcopter vom Typ DJI Phantom beschlagnahmt.

Die Londoner Polizei begrüßt die Verurteilung des Mannes und warnt auch andere Besitzer von Flugdrohnen. Das Fliegen der Drohnen über verkehrsreiche Gegenden oder Gebäude gefährde die öffentliche Sicherheit und können Menschen zu Schaden kommen lassen. Jedem, der die Regeln missachte, drohe ebenfalls eine Verhaftung und anschließende Verurteilung.

Video: AR.Drone & Co. - Alles über Drohnen
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