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Briefmarken aus dem Netz

29.11.2000 | 11:31 Uhr |

Voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres wird die Deutsche Post eine eigene Software zum Frankieren von Briefen per Internet anbieten. Damit sollen die Kunden vom heimischen PC aus seine Briefumschläge mit einem bestimmten Code versehen können, der dann als Porto gilt

Die Deutsche Post wird voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres eine eigene Software zum Frankieren von Briefen per Internet anbieten. Der Kunde könne mit dem Programm von seinem PC aus Briefumschläge mit einem bestimmten Code versehen, sagte Post-Sprecher Norbert Schäfer in Bonn. Dazu reiche ein herkömmlicher Tintenstrahl- oder Laserdrucker.

Der Code sei etwa so groß wie eine Briefmarke und bestehe aus weißen und schwarzen Punkten. Diese würden von der Sortieranlage im Briefzentrum erkannt. Fälschungen seien nicht möglich, da die Codes Teile der Kunden-Anschrift beinhalten. Die Kunden müssten sich nach bisherigen Planungen einen Mindestbetrag von 30 Euro herunterladen, die im Lastschriftverfahren abgebucht würden, erläuterte Schäfer.

Das Online-Frankieren eignet sich nach Angaben Schäfers in erster Linie für kleine Betriebe, Büros oder Vereine, die bis zu 200 Briefe wöchentlich versenden. Das Verfahren sei bereits vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geprüft worden. Auch der Bundesbeauftragte für den Datenschutz habe keine rechtlichen Bedenken gegen das Verfahren, erläuterte Schäfer. (PC-WELT, 29.11.2000, dpa/ lmd)

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