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Briefmarken ab 2001 selber drucken

05.05.2000 | 15:34 Uhr |

Kunden der Deutschen Post sollen ab Mitte 2001 die Möglichkeit haben, Briefe mit ihrem handelsüblichen PC zu frankieren. Wer künftig auf das Kleben von Briefmarken verzichten möchte, benötigt eine spezielle Software, einen Drucker und einen Internetzugang.

Kunden der Deutschen Post sollen ab Mitte 2001 die Möglichkeit haben, Briefe mit ihrem handelsüblichen PC zu frankieren. Wer künftig auf das Kleben von Briefmarken verzichten möchte, benötigt eine spezielle Software, einen Drucker und einen Internetzugang.

Die PC-Frankierung eigne sich in erster Linie für kleine Betriebe, Büros oder Vereine, die bis zu 200 Briefe wöchentlich versenden, so die Deutsche Post. Die mit dem herkömmlichem Drucker erzeugte Frankierung könne auf dem Briefumschlag oder - bei Fensterumschlägen - direkt auf das Dokument gedruckt werden. Sie enthalte unter anderem einen Matrix-Barcode, ungefähr in der Größe einer Briefmarke. Dieser Code diene in erster Linie der Fälschungssicherheit. In ihm würden Informationen über die Seriennummer des PC-Frankier- Systems zur Identifizierung des Absenders sowie Angaben über den Brief wie Erstellungsdatum und Porto verschlüsselt. Die Anforderungen des Datenschutzes würden hierbei berücksichtigt.

Wie bereits in den USA auf dem Markt, so sollen auch hierzulande verschiedene Produkte zur PC-Frankierung angeboten werden. Das Online-Verfahren beispielsweise erlaube die Frankierung unmittelbar über das Internet. Alternativ soll es möglich sein, per Dongle oder Chipkartenleser mit Karte benötigte Frankierwerte im voraus aus dem Internet zu laden und die Sendungen anschließend offline zu frankieren.

In den kommenden Monaten will die Post in ihren Briefzentren die technischen Voraussetzungen für das Lesen der Barcodes schaffen. (PC-WELT, 05.05.2000, he)

http://www.deutschepost.de/pc-frankierung

Übers Mail-Programm faxen (PC-WELT Online, 4.5.2000)

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