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Brexit: Vodafone droht mit Wegzug aus Großbritannien

29.06.2016 | 11:30 Uhr |

Der Telekommunikations-Gigant Vodafone droht mit der Verlegung seiner Konzernzentrale weg aus Großbritannien. Wegen des Brexits.

Vodafone ist ein urbritisches Unternehmen. In Deutschland hat Vodafone im Jahr 2000 das Mobilfunknetz von Mannesmann übernommen und vor kürzerer Zeit auch Kabel Deutschland geschluckt.

Vodafone hat seine Unternehmens-Zentrale in London, der offizielle Konzern-Hauptsitz ist im britischen Newbury (Berkshire) registriert. Das könnte sich aber ändern. Zumindest droht Vodafone laut einem Bericht der BBC mit einer Verlegung der Konzernzentrale weg aus Großbritannien.

Laut eigener Aussage will Vodafone die Verlegung abhängig machen vom Ausgang der kommenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU. Für Vodafone sei es wichtig, weiterhin Zugang zur EU zu haben mit Freizügigkeit für Menschen, Geldströme und Waren.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei es für Vodafone aber noch zu früh um Entscheidungen über den langfristigen Standort der Konzernzentrale zu treffen. Vodafone betont aber, dass es alle nötigen Entscheidungen treffen würde. Sprich: Seine Konzernzentrale gegebenenfalls auch aus London weg und auf das europäische Festland verlegen würde.

Vodafone betonte in einer Mail an verschiedene Medien, dass die Mitgliedschaft in der EU und die Freizügigkeit beim Reisen und bei der Arbeitsplatzwahl das Wachstum von Vodafone gefördert habe.

Das Unternehmen beschäftigt 13.000 Menschen in Großbritannien und 108.000 Mitarbeiter außerhalb Großbritanniens. Laut eigener Angabe erwirtschaftete Vodafone im Jahr 2015 55 Prozent seines Gewinns im EU-Raum. Davon aber nur elf Prozent in Großbritannien.

Vodafone ist weltweit in 26 Staaten aktiv und will zudem künftig seine Unternehmensbilanz nicht mehr in britischen Pfund, sondern in Euro ausweisen.






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