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Sonys Recycling-Strategie zahlt sich aus

16.04.2008 | 16:05 Uhr |

Retro im Wohnzimmer: In Sonys neuen Flachbildschirmen der Bravia-Serie stecken Bauteile von zehn Jahre alten Sony-TVs. Allerdings ist das in diesem Fall kein Skandal, sondern gut für die Umwelt - es handelt sich um recycelte Komponenten. Die Strategie, die vor zehn Jahren ihre Anfänge hatte, zahlt sich nun aus.

Sonys neue Flachbildschirme der Bravia-Reihe sind zum Teil aus Bauteilen gefertigt, als in deutschen Wohnzimmern noch die gute alte Röhre das Nonplusultra waren. Genauer gesagt handelt es sich um bestimmte Plastik-Komponenten, die recycelt wurden. Diese stammen aus alten Sony-Fernsehern, die ihren letzten Weg in Recycling-Fabriken angetreten haben. Dieses Alt-Plastik wird zusammen mit Styropor, das in Sony-Fabriken gesammelt wird, zu Plastik-Pellets verarbeitet, aus denen wiederum Rückwände und interne Bauteile für aktuelle Bravia-Geräte gefertigt werden. Der komplette Recycling- und Produktionsprozess wird dabei in einer Sony-eigenen Fabrik in Inazawa durchgeführt, berichtet IDG Tokio.

"Wir haben vor zehn Jahren mit den Vorbereitungen für dieses Projekt begonnen, indem wir sichergestellt haben, dass das Plastik, das in alten Sony-Fernsehern verwendet wurde, komplett recycelbar war", sagte Masayoshi Ishida von der Sony TV Business Group auf der Messe "Display 2008" in Tokio.

Das Projekt hilft dem Unternehmen nun nicht nur, seine Umweltziele zu erreichen, sondern hat auch positive, finanzielle Effekte. So spart das Unternehmen laut Toshihiko Uchiyama, General Manager bei Sonys Environmental Affairs, dank der Verwendung des Alt-Plastiks bei der Herstellung von Plastik 10 Prozent der Kosten ein. Der Manager erklärte, dass das Unternehmen nun seine Anstrengungen in Sachen Recycling verstärken wolle, insbesondere im Bereich TV.

Sony ist eines von 12 Unternehmen, die sich der Initiative World Wide Funds (WWF) Climate Savers angeschlossen haben. Ziel ist die Reduzierung von für das Klima schädlichen Abgasen. Sony erklärte in diesem Zusammenhang, seine Emissionen bis 2010 um sieben Prozent verringern zu wollen (gemessen am Emissionswert des Jahres 2000). Dieses Ziel hat das Unternehmen bereits übertroffen, bislang wurden die Emissionen um 9 Prozent gesenkt.

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