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AMD bereitet angeblich zweite Entlassungswelle vor

20.11.2012 | 05:03 Uhr |

Um die Flaute auf dem PC-Markt im nächsten Jahr abfedern zu können, plant Chiphersteller AMD aktuellen Gerüchten zufolge weitere Stellenstreichungen.

Der US-amerikanische Chiphersteller AMD will im Januar des nächsten Jahres angeblich weitere Mitarbeiter entlassen. Das will das Technik-Magazin AllThingsD aus Firmenkreisen erfahren haben. Über den Umfang der Stellenstreichungen seien bislang jedoch noch keine näheren Details bekannt.

Im Gegensatz zu Konkurrent Intel , der sich bei den x86-Prozessoren auch weiterhin als Marktführer behaupten kann, gerät AMD durch die sinkende Nachfrage am PC-Markt zunehmend in Schieflage. Im dritten Quartal musste der Konzern Verluste in Höhe von 157 Millionen US-Dollar verbuchen. Der Umsatz brach um 25 Prozent ein. AMD-Chef Rory Read versucht mit tiefgreifenden Umstrukturierungsmaßnahmen gegenzusteuern. Wie bereits vor wenigen Wochen angekündigt, sollen mit 11.800 Beschäftigten rund 15 Prozentder weltweiten Belegschaft abgebaut werden. Laut den aktuellen Gerüchten um eine zweite Entlassungswelle könnte diese Zahl noch weiter steigen.

AMD-CPUs sollen bis zu 23 Prozent billiger werden

Neben AMD-Standorten auf der ganzen Welt, ist auch das Forschungszentrum für Betriebssysteme (OSRC) im sächsischen Dresden betroffen. Rund 40 Mitarbeiter fallen den Stellenstreichungen zum Opfer. Mit den Kürzungen will AMD im vierten Quartal 20 Millionen US-Dollar einsparen. Im nächsten Jahr hofft das Unternehmen auf ein Sparpotenzial von 190 Millionen US-Dollar. Aktuellen Gerüchten zufolge könnte AMD aktuell auch als Übernahmekandidat für andere Unternehmen gelten. Read soll bereits die Bank J.P. Morgan als Berater hinzugezogen haben.

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