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Freiberufler bitten zur Kasse

04.09.2008 | 13:17 Uhr |

Fundiertes Wissen in speziellen Bereichen der IT ist gefragt, und die Kunden wissen es zu honrieren. IT-Freiberufler konnten in letzter Zeit ihre Honorarsätze steigern.

Nach dem Knick am Anfang des Jahrzehnts geht es mit freiberuflichen IT-Spezialisten weiter bergauf. Das spiegelt sich vor allem in ihren Honoraren wider: Der Durschnitt liegt bei 71 Euro die Stunde, für SAP-Berater mit Spezialwissen werden 110 Euro und mehr bezahlt. Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Auswertung des Projektportals Gulp , bei dem die Stundensätze von rund 65.000 freien IT-Spezialisten berücksichtigt wurden.

Dabei fiel auf, dass immer weniger Freiberufler sich mit Stundensätzen unter 70 Euro begnügen müssen. Wer in gefragten Spezialgebieten unterwegs ist, kann sich Stundensatzforderungen von 110 Euro und mehr leisten. "Dazu gehören SAP-Berater mit Spezialwissen und entsprechender Erfahrung oder Projektleiter und -Manager", erlklärt Stefan Symanek von Gulp. Im SAP-Umfeld beispielsweise ist Know-how zum Modul 'Financial New GL' heiß begehrt, für darauf spezialisierte Berater würden Höchstpreise bezahlt.

Die positive Entwicklung spürt auch die Zunft der Softwareentwickler, die größte Gruppe unter den IT-Freiberuflern. Sie forderten laut Gulp in den Jahren 2004 und 2005 im Schnitt einen Stundensatz von etwa 60 Euro. In diesem Jahr ist der Schnitt bereits auf 66 Euro gestiegen. Damit sind sie in die Nähe der IT-Trainer gerückt, die bei einem Durchschnitt von 68 Euro liegen. IT-Berater und IT-Projektleiter liegen noch ein Stück drüber mit jeweils 75 bzw. 78 Euro, IT-Administratoren bleiben mit 56 Euro weiterhin am Ende der Skala.

COMPUTERWOCHE

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