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Springer-Verlag will mobile Inhalte kostenpflichtig machen

Wenn es nach dem Medienkonzern Springer geht, dann ist es mit der Kostenloskultur im Internet bald vorbei. Das Verlagshaus will zukünftig Geld für seine Inhalte verlangen. Verdienen will man vor allem mit Anwendungen für das iPhone und mit kostenpflichtigen Artikeln in Regionalblättern, erklärt Springer-Chef Mathias Döpfner in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

"Sämtliche Inhalte auf Smartphones werden wir auf Dauer gegen Gebühr anbieten", sagte Döpfner zur FAZ. Gerade bei Mobilfunkkunden sei die Zahlungsbereitschaft sehr hoch, glaubt der Verlagschef. Den Anfang soll das iPhone machen, mehr als die Hälfte aller mobilen Zugriffe auf Springer-Inhalte kämen bisher vom Apple-Handy. "Für das iPhone von Apple entwickeln wir sogenannte Apps, also kostenpflichtige Angebote, über die man dann welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert", so Döpfner weiter. Im Herbst 2009 sollen die Produkte auf den Markt kommen.

Auch die normalen Internetkunden möchte Döpfner zur Kasse bitten. Auf regionalen Zeitungsportalen wie morgenpost.de oder bz-berlin.de sollen allgemeine Nachrichten kostenfrei bleiben, doch sogenannte "Premium-Inhalte" Geld kosten. Die Idee, journalistische Inhalte im Internet nur gegen Bezahlung anzubieten, wird immer populärer. Bild-Chefredakteur Kai Diekmann bezeichnete das kostenlose Internet auf einer Medienkonferenz im März 2009 als "Geburtsfehler".

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