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Rezession lässt Online-Gamer fast gänzlich kalt

07.03.2010 | 14:03 Uhr |

An der Online-Gaming-Branche ist der wirtschaftliche Abschwung des vergangenen Jahres beinahe spurlos vorüber gegangen, folgt man den jüngsten Angaben der NPD Group.

Wie die Marktforscher aufzeigen, wurde das Kaufverhalten der Spieler nicht wesentlich von der Rezession getroffen. Obwohl die Anzahl der Gamer leicht zurückgegangen sein soll, seien das dritte Jahr in Folge mehr Spiele online gekauft und heruntergeladen worden. Außerdem verbringen aktive User noch mehr Zeit mit Online-Games als früher. Die Dauer, die Online-Gamer spielerisch verbringen, ist laut NPD seit 2009 um rund zehn Prozent gestiegen. Pro Woche würden demnach im Durchschnitt acht Stunden gezockt - nach 7,3 Stunden im Jahr zuvor. Daran werden Stabilität und Wachstum sowohl von Online- als auch Offline-Gaming deutlich, meint NPD-Analystin Anita Frazier. Darüber hinaus konnte sich der Videospielmarkt besonders im Weihnachtsgeschäft mehr als erholen. Digitale Downloads durch Online-Gamer seien 2009 leicht von 19 auf 20 Prozent vom Gesamtmarkt gestiegen.

Mit 85 Prozent stellt der PC die mit Abstand meist genutzte Plattform für Online-Gaming. Bei den Konsolen verteidigt die Xbox 360 mit 48 Prozent ihre Spitzenposition. Sie dominiert auch bei der Nutzungsdauer, selbst vor dem PC. Viele Spieler nutzen nach NPD-Angaben jedoch mehrere Systeme für Online-Games. Sonys Playstation 3, die gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen konnte, und Nintendos Wii liefern sich mit je 30 Prozent einen Kampf um Platz zwei. Eine immer wichtigere Rolle spielt darüber hinaus Mobile Gaming auf Smartphones, allen voran auf dem iPhone. Besonders innerhalb sozialer Netzwerke wachse die Zahl an Spielern.

(pte)

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