08.06.2012, 19:01

Denise Bergert

Branche

Olympus bestätigt Entlassungswelle

©Olympus

Elektronik-Hersteller Olympus entlässt 2.700 Mitarbeiter und zahlt dem früheren Vorstandsvorsitzenden Michael Woodford eine Millionenabfindung.
Wie bereits vor wenigen Wochen vermutet, hat der japanische Kamera-Hersteller Olympus heute Umstrukturierungsmaßnahmen angekündigt. So sollen bis 2014 rund 2.700 Mitarbeiter entlassen werden. Damit wird die weltweite Belegschaft um sieben Prozent gekürzt. In diesem Jahr will der Konzern zudem einen Nettogewinn in Höhe von 88 Millionen US-Dollar erwirtschaften.

Während das Geschäft mit medizinischem Zubehör noch immer erträglich ist, plant Olympus eine Umstrukturierung seiner Kamera-Sparte. Der Fokus soll dabei auf spiegellose Digital-Kameras, wie die OM-D E-M5, und High-End-Kompaktkameras, wie die XZ-1, gelegt werden. Die Point-and-Shoot-Palette des Unternehmens wird hingegen zurückgeschnitten.
Olympus war im vergangenen Jahr durch die Enthüllung des Vorstandsvorsitzenden Michael Woodford in Schwierigkeiten geraten. Der Brite deckte auf, dass Olympus Verluste in Höhe von 1,2 Milliarden Euro in seinen Büchern kaschiert hatte und wurde daraufhin entlassen. Woodfords Klage gegen diesen Schritt vor einem britischen Gericht war erfolgreich. Olympus muss Woodford nun eine Abfindung in Höhe von umgerechnet 12,4 Millionen Euro zahlen.
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