Branche

Nokia macht 1,3 Milliarden Euro Verlust

Donnerstag, 19.04.2012 | 17:02 von Denise Bergert
Nokia veröffentlicht offizielle Zahlen und verbucht einen Verlust in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Trotz guter Lumia-Verkaufszahlen hat der finnische Handy-Hersteller unter der starken Konkurrenz seitens Samsung und Apple zu leiden.
Nachdem Nokia in der vergangenen Woche eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte, gab der Konzern heute offizielle Zahlen für das erste Quartal 2012 bekannt. In den ersten drei Monaten des Jahres muss Nokia einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Umsatz von 10,4 auf 7,4 Milliarden Euro. Trotz starker Verkaufszahlen der Lumia-Modelle, vor allem in den USA, hat der finnische Handy-Hersteller unter dem Konkurrenz-Druck von Apple und Samsung zu leiden. Die Netto-Umsätze brachen im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent ein.

Der Verlust in Höhe von 1,3 Milliarden Euro kommt zum Teil durch 772 Millionen Euro zustande, die in Form von Restrukturierungsausgaben auf das Konto von Nokia Siemens Networks gehen. Weitere 101 Millionen Euro wurden in den Ausbau der Devices & Services und Location & Commerce Abteilungen investiert. Im Rahmen der Umstrukturierung wurden zahlreiche Arbeitsplätze gestrichen und ein Großteil der Nokia-Produktionsstätten nach Asien ausgelagert.

Einen großen Anteil am negativen Trend des Unternehmens hat aktuell zudem der verpatzte Launch des neuen Flaggschiffs Lumia 900 in den USA. Zum Verkaufsstart des Windows-Phone-Geräts hatten viele Käufer mit Verbindungsproblemen zu kämpfen, die Nokia nun per Patch ausgebügelt hat und die enttäuschten Kunden mit einer Gutschrift von 100 US-Dollar entschädigen will. Damit dürfte der Gewinn an den verkauften Smartphones weiter Schrumpfen. Mutmaßungen zufolge, wird sich der Verlust bei Nokia auch im zweiten Quartal fortsetzen.

Donnerstag, 19.04.2012 | 17:02 von Denise Bergert
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • Feuerfux 21:45 | 19.04.2012

    Zitat: mrkarsten
    Dann gibt es noch das 100, 300, 500, 700, C1, C2, C5, C7, E5, E6, X3, X7. Mir fällt die Menge jedesmal auf wenn ich auf der Seite von VF bin. Einfach irre, so viel hat kein anderer Hersteller im Programm.
    Das sind aber idR Geräte für völlig andere Ziel- und Preisgruppen abseits der Smarphonesparte. Samsung zB hat da auch dutzende aktuelle Geräte im Portfolio. Das ist jetzt kein Nokia-Sonderweg. Was nicht heißt, dass eine derart breite Modellpalette nötig ist.
    Und das Nokia kein Android vermarkten darf ist ja wohl klar. Auch wenn die das gern würden. Aber da hat der Geldgeber Microsoft was dagegen.
    Ich wollte auch nur sagen, dass es vmtl nicht an der Hardware bzw Nokia an sich liegt. Die Marktpräsenz der konkurrierenden Systeme ist einfach zu stark. Da helfen kurzfristig vmtl nur Marketing und eine aggressive Preispolitik.

    Antwort schreiben
  • SUSE_DJAlex 21:43 | 19.04.2012

    @mrkasten: du hast die Reihe C6 und N-Serie vergessen. Ja nur die Lumnia-Reihe hat das Windows Phone als OS. LG SUSE_DJAlex

    Antwort schreiben
  • mrkarsten 21:23 | 19.04.2012

    @feuerfux das sind 4 Lumia Modelle. Dann gibt es noch das 100, 300, 500, 700, C1, C2, C5, C7, E5, E6, X3, X7. Mir fällt die Menge jedesmal auf wenn ich auf der Seite von VF bin. Einfach irre, so viel hat kein anderer Hersteller im Programm. Und das Nokia kein Android vermarkten darf ist ja wohl klar. Auch wenn die das gern würden. Aber da hat der Geldgeber Microsoft was dagegen.

    Antwort schreiben
  • Feuerfux 18:31 | 19.04.2012

    Soweit ich das sehe, sind es zZt 4 Lumia Modelle mit Win Phone - da ist die Produktpalette auf einer einzelnen Plattform bei anderen Herstellern überladener. Das Problem ist wohl eher, dass Nokia zwar gute Geräte baut, aber die Plattform Win Phone nicht so begehrt ist wie Android oder iOS. Von Symbian mal ganz zu schweigen - N8 und 808 Pure View wären mit Android sicher deutlich erfolgreicher.

    Antwort schreiben
  • dnalor1968 18:19 | 19.04.2012

    Zitat: mrkarsten
    Ich finde Nokia hat eine viel zu breite Palette an Handys im Angebot. Es würden doch 3 Modelle reichen.
    Das lässt sich über die Nachfrage regeln.

    Antwort schreiben
1443431