26.04.2012, 19:49

Denise Bergert

Branche

Nintendo verbucht ersten Verlust in seiner Firmengeschichte

©Nintendo

Zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte verbucht das japanische Traditionshaus Nintendo einen beispiellosen Verlust in Höhe von umgerechnet rund 400 Millionen Euro.
Der japanische Videospiel-Publisher und Konsolen-Hersteller Nintendo hat heute aktuelle Zahlen für sein am 31. März 2012 beendete Geschäftsjahr veröffentlicht. In den vergangenen zwölf Monaten musste das Unternehmen dabei einen beispiellosen Verlust in Höhe von umgerechnet 401 Millionen Euro verbuchen.

Die Ergebnisse markieren einen traurigen Meilenstein in der Firmengeschichte und stellen die ersten Roten Zahlen seit 30 Jahren dar. Obwohl es dem Unternehmen gelungen ist, die Verkäufe seines neuen Handheld 3DS anzukurbeln und weltweit 13,5 Millionen Einheiten abzusetzen, sanken die jährlichen Einnahmen um ganze 36 Prozent. Nach dem schleppenden Start Anfang 2011, senkte Nintendo im vergangenen Jahr schließlich den Preis für die 3D-Hosentaschen-Konsole. An die Erfolge der Vorgänger konnte das Gerät jedoch nicht anknüpfen. Durch den niedrigen Preis musste Nintendo außerdem bei jedem verkauften 3DS drauflegen. Erste Gewinne durch reduzierte Produktionskosten sollen laut Nintendo erst wieder im September 2012 eingefahren werden.
Die sinkende Nachfrage nach dem Handheld dürfte teilweise auch auf die wachsende Verbreitung von Tablet-PCs und Smartphones zurückzuführen sein, in deren App Stores Spiele-Software für einen Bruchteil des Preises von 3DS-Titeln zu finden ist. Nintendo will vorerst an seiner Strategie festhalten und versuchen, durch leicht zugängliche Spiele neue Käuferschichten zu erschließen. Zum Weihnachtsgeschäft 2012 will der Konzern außerdem seine neue Konsole Wii U veröffentlichen.
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