13.06.2012, 18:04

Denise Bergert

Branche

Nachfrage nach Retina-Displays in Notebooks soll wachsen

©Lenovo

Branchen-Experten zufolge könnten bald auch Apple-Konkurrenten hochauflösende Retina-Displays in ihren Notebooks verbauen.
Im Rahmen der WWDC 2012 hat Apple ein neues MacBook-Pro-Modell mit 15,4-Zoll-Display und einer Auflösung von 2.880 x 1.800 Pixeln angekündigt. Display-Hersteller gehen nun von einer steigenden Nachfrage nach Retina-Panels aus, da zahlreiche Notebook-Produzenten Apple nacheifern könnten. Die neue MacBook-Pro-Generation ist nur 2 cm hoch und wiegt gerade einmal 2,13 kg. Mit einem Verkaufspreis von 2.199 US-Dollar ist das Gerät zwar recht teuer, Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass die Hardware dennoch reißenden Absatz finden wird und für viele Endverbraucher interessant ist.
Panel-Entwickler streben nach immer höheren Auflösungen. Bislang scheint der Trend jedoch noch nicht bei den Ultrabook-Produzenten angekommen zu sein. Laut Recherchen des IT-Magazins DigiTimes werden die Verkäufe von Displays mit Full-HD-Auflösung im ersten Halbjahr 2012 lediglich einen zweiprozentigen Anteil an den gesamten Display-Verkäufen haben.
Eine entscheidende Rolle beim zögerlichen Verhalten der Notebook-Hersteller dürfte der Preis spielen. Während normale HD-Panels bei 40 bis 50 US-Dollar pro Stück liegen, schlagen Full-HD-Display mit 90 bis 100 US-Dollar zu Buche. Apples MacBook-Pro-Zulieferer Samsung und LG Display verlangen den Mutmaßungen zufolge 150 US-Dollar für ihre Retina-Displays.
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