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Handys und Computer wachsen zusammen

Smartphones und Computer wachsen mehr und mehr zusammen. Irgendwann verschwinden die Grenzen zwischen den Geräten für immer. Das haben auch die Hersteller erkannt. Nokia überlegt, in Zukunft Netbooks zu bauen und Asus testet Smartphone-Betriebssysteme auf den Laptop-Winzlingen.

Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von Smartphones und der stetigen Verkleinerung von Chips verschwimmen die Grenzen zwischen den klassischen Kategorien Handy und Computer zunehmend. Irgendwann werden sie ganz verschwinden. Das haben auch die Hersteller erkannt. So überlegt Nokia , zukünftig auch Netbooks herzustellen. Das Unternehmen schaue sich diese Möglichkeit sehr genau an, sagte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo am Mittwoch in einem Interview mit dem finnischen Fernehsender YLE. Man müsse nicht fünf Jahre in die Zukunft blicken, um zu wissen, dass Mobiltelefone und PCs zusammenwachsen werden, so Kallasvuo weiter.

Die Computerhersteller sehen das so ähnlich. Asus , der Erfinder dieser billigen und technisch abgespeckten Laptops, prüft, welche Möglichkeiten es für den Einsatz des Smartphone-Betriebssystems Android auf Netbooks gibt. Das Unternehmen habe bereits Entwickler mit dem Projekt beauftragt, bis Ende des Jahres ein Netbook mit Android zu entwickeln, berichtete Asus-Chef Samson Hu in einem Interview mit der amerikanischen Nachrichtenagentur Bloomberg. Weitere Einzelheiten zu dem Projekt wollte er nicht sagen.

Beide Unternehmen sind sich einig, dass sich Netbooks in ihrer Leistung und ihren Anwendungsgebieten kaum noch von High-End-Handys unterscheiden. Doch in welche Richtung die Kategorien zusammenwachsen, ist noch offen. Die Snapdragon-Plattform des Handychip-Herstellers Qualcomm könnte ein Weg sein. Der Chipsatz ist im Smartphone Toshiba TG01 verbaut, das auf dem diesjährigen Mobile World Congress vorgestellt wurde. Die Snapdragon-Plattform treibt das ansonsten recht behäbige Betriebssystem Windows Mobile 6.1, das auf dem Modell installiert ist, mit einer beeindruckenden Schnelligkeit an.

Der Snapdragon-Chipsatz unterstützt eine Prozessorgeschwindigkeit von 1 Gigahertz, Kameras mit bis zu 12 Megapixeln sowie das hardwareseitige Dekodieren von High-Definition-Video und digitales Fernsehen über DVB-H oder ISDB-T. Dazu kommen GPS, WLAN und HSPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde. Einziges Manko ist der Stromverbrauch von 500 Milliwatt. Der Verbrauch ist für ein Smartphone vergleichsweise hoch, die 624 MHz starke XScale-CPU von Marvell hat im Vergleich Verbrauchsspitzen von 327 Milliwatt. Gegenüber der Atom-CPU, die derzeit in den Netbooks verbaut wird und bis zu 2 Watt verbraucht, ist Snapdragon jedoch äußerst sparsam.

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