06.07.2012, 05:58

Michael Söldner

Branche

Electronic Arts will nur noch auf Download-Spiele setzen

©ea.com

EA-Chef Frank Gibeau sieht im langfristigen Umstieg auf digital angebotene Spiele eine unausweichliche Entscheidung.
Auf dem PC sind digital vertriebene Spiele bereits etabliert. Viele Käufer sparen sich den Weg in den Einzelhandel oder eine Bestellung beim Onlineversand. Plattformen wie Steam oder Origin boomen. Auf Konsolen hingegen sind direkt zum Verkaufsstart angebotene Download-Fassungen großer Blockbuster noch Mangelware. Stattdessen setzen Sony und Microsoft im PSN bzw. auf Xbox Live eher auf kleinere Spiele, die ausschließlich digital vertrieben werden.

Branchenriese Electronic Arts sieht den Umstieg auf den rein digitalen Vertrieb seiner Spiele als unausweichlich an. Firmenchef Frank Gibeau erwartet im Download-Verkauf schon jetzt das wachstumsstärkste Segment seines Unternehmens. Früher oder später würde Electronic Arts daher als reiner Online-Publisher auftreten müssen.
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Den etablierten Einzelhändlern dürfte eine solche Entwicklung sicherlich nicht schmecken. Sobald Spiele nur noch als Downloads über das Internet vertrieben werden, können Geschäfte und Elektronikhändler nicht mehr am Gewinn partizipieren. Abzuwarten bleibt jedoch, wie lange Spieler noch an ihren Spieleverpackungen festhalten, mit denen sich die eigene Sammelleidenschaft auch im Regal präsentieren lässt.
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