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E-Reader werden immer unbeliebter

14.12.2012 | 05:57 Uhr |

Sterben E-Reader aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Tablet-PCs in den nächsten Jahren aus?

In den vergangenen Jahren konnten E-Reader zunehmend an Beliebtheit gewinnen und verbuchten steile Wachstumsraten. Während 2010 weltweit 10,1 Millionen E-Reader über die Ladentheken wanderten, waren es im vergangenen Jahr mit 23,1 Millionen bereits mehr als doppelt so viele. 2012 könnte sich dieser Trend laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens IHS iSuppli jedoch bereits wieder umkehren. Für dieses Jahr liegen die weltweiten Verkaufszahlen den Schätzungen zufolge nur noch bei 14,9 Millionen Einheiten, was einen Rückgang von ganzen 36 Prozent bedeuten würde.

2013 soll sich der Abwärtstrend laut iSupply mit nur 10,9 Millionen Einheiten fortsetzen und bis 2016 auf nur 7,1 Millionen verkaufte Geräte absinken. Verglichen mit dem Rekordjahr 2011 würde das einen Verkaufsrückgang von 66 Prozent entsprechen. Den Einbruch des Marktes sieht Jordan Selburn, Senior Principal Analyst für Consumer-Plattformen bei IHS iSuppli, als unvermeidlich. Verantwortlich dafür sei die starke Konkurrenz seitens der Tablet-PCs. Im Gegensatz zu E-Readern erfüllen iPad und Co. nicht nur eine einzige Aufgabe und können sich so länger am Markt halten. Ein ähnlich steiler Einbruch wie bei den E-Readern sei im Bereich der Consumer-Elektronik jedoch noch nie verzeichnet worden.

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Für einen erneuten Aufstieg sieht Selburn in Europa keine Chancen. Endverbraucher könnten jedoch von sinkenden Preisen profitieren, denn E-Reader könnten in Zukunft zum Herstellungspreis oder gar darunter verkauft werden.

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