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Berliner Firma Viif wird verkauft

Das Berliner Startup Viif wird verkauft. Mit seiner Lösung lassen sich Filme auf dem Handy durch einen einfachen UMTS-Videoanruf ansehen. Nach Informationen von Areamobile.de steckte Viif schon im August in Zahlungsschwierigkeiten.

Die Berliner Firma Viif , bei der sich Filme auf dem Handy durch einen einfachen UMTS-Videoanruf ansehen lassen, wechselt den Besitzer. Der Käufer ist die Hamburger Firma Whatever Mobile , die in den vergangenen Jahren sehr viel Geld mit dem Versand von teuren Premium-SMS verdient hat. Der Übernahmeprozess wird voraussichtlich zum Ende des Jahres 2008 abgeschlossen sein. Für den Viif-Gründer und ehemaligen CEO Daniel Höpfner ist der Verkauf die "richtige Entscheidung in der derzeitigen Finanzsituation".

So lautet seine Formulierung im Blog Deutsche-Startups.de , über die mindestens einer der Kommentatoren die Augenbrauen hochziehen musste. Durch die Wirtschaftskrise sind im Moment bei Firmenverkäufen kaum hohe Preise zu erzielen. Was den Lesern wahrscheinlich nicht bekannt war: Nach Informationen von Areamobile.de steckte Viif schon im August in Zahlungsschwierigkeiten und konnte Rechnungen nicht bezahlen. Auch über ein Insolvenzverfahren oder einen Technologieverkauf wurde nachgedacht.

"Die Übernahme der ViiF ist ein weiterer Schritt, um unsere Position als Innovationstreiber im Bereich UMTS Videotelefonie langfristig zu stärken", sagt Michael Lützenkirchen, Geschäftsführer und Gründer der Whatever Mobile GmbH. Seine Hamburger Firma betreibt eine Lösung für Marketing auf dem Handy, die anders als der Video-Service des Berliner Startups funktioniert. Während man bei Viif die 22557 anrufen muss, um Videos und Werbung zu sehen, wird man bei Whatever Mobile angerufen, um "in den Genuss von kostenfreien Videos zu kommen". So lautet die Formulierung in der Pressemitteilung.

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