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Botmaster vor Gericht

30.01.2006 | 09:03 Uhr |

Ein Kalifornier gibt zu, Botnets betrieben und weiter vermietet zu haben.

Die Anklageschrift gegen James A., einen 20 Jahre alten Kalifornier, umfasst mehr als 200 Punkte. Ihm wird vorgeworfen, er habe im Jahr 2004 mehr als 400.000 Computer unter seine Kontrolle gebracht und dieses Botnet gegen Entgelt an Spammer vermietet.

Der auch als "Botmaster" oder "Resjames" bekannte Angeklagte bekannte sich vor einem Gericht in Los Angeles in einigen Punkten schuldig. Er wird Schadenersatz zahlen und eingenommenes Geld sowie sein von diesem Geld gekauftes Auto zurück geben müssen.

Der Angeklagte soll im Juli 2004 sein Botnet in einem IRC-Channel angeboten haben. Ferner soll er einen Wurm, den er zum Aufbau des Netzwerks eingesetzt haben, an einen anderen Chat-Teilnehmer verkauft haben, der sich "KiD" nannte. Zusammen mit einem Kompagnon, als "SoBe" bekannt, soll er außerdem etwa 60.000 US-Dollar mit Verbreitungsmodellen für Adware und Spyware verdient haben, an denen die beiden sich mit ihrem Botnet beteiligt haben sollen.

Von den kriminellen Aktivitäten waren auch Rechner der US-Marine betroffen. Trotz seines Teilgeständnisses droht A., der im Herbst 2005 verhaftet werden konnte, eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Jahren, prinzipiell könnten es sogar bis zu 25 Jahre werden. Das Urteil wird für den 1. Mai dieses Jahres erwartet.

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