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Borland lagert Entwicklertools in neues Tochterunternehmen aus

15.11.2006 | 11:52 Uhr |

Borland hat offensichtlich keinen Käufer für seine Entwicklertools gefunden. Das Unternehmen wollte seit Anfang Februar 2006 seine Entwicklungsumgebungen wie beispielsweise die Jbuilder- und Delphi-Produkte los werden. Jetzt rudert Borland zurück und gliedert diese Sparte in eine separate Tochterfirma aus.

Am 8. Februar 2006 berichtete die PC-WELT, dass Borland (das zwischenzeitlich auch mal Inprise hieß) seine Entwicklungsumgebungen verkaufen will. Also die Tools, mit deren Vorgängern Generation von Programmierern groß geworden sind. Doch für Borland rechnete sich die Produktsparte IDE nicht mehr, das Unternehmen will sich stattdessen auf Dienstleistungen und Produkte für das Application-Lifecycle-Management konzentrieren und deshalb die Entwicklertools los werden.

Konsequent zog Borland diesen Kurs aber nicht durch und legte mittlerweile sogar die bekannte Turbo-Reihe neu auf ( die PC-WELT berichtete ).

Jetzt ändert Borland seinen Plan und gründet für die Entwicklertools eine eigene Tochterfirma, an der es 100 Prozent der Anteile hält. Das neue Unternehmen heißt Codegear . Es bekommt ein eigenes Logo, wird von einem eigenen Management geführt und wird eine eigene, separate Marketingstrategie verfolgen.

Zwar habe es einige ernsthafte Interessenten für die IDE-Sparte gegeben, wie Borland betont, doch habe sich Borland nun anders entschieden. Borland und Codegear sollen sich einerseits zwar jeder für sich auf ihre Zielgruppen fokussieren und damit zwei verschiedene Märkte bedienen, sich zugleich aber auch gegenseitig ergänzen, wie Borland die Kehrtwende begründete.

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