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JBuilder & Delphi finden neue Heimat

02.07.2008 | 09:38 Uhr |

Borland konnte nach langer, langer Suche endlich einen Käufer für sein ungeliebtes Tochterunternehmen Codegear finden. Codegear vertreibt die bekannten Developer-Werkzeuge von Borland, beispielsweise den Jbuilder und Delphi.

Für rund 24,5 Millionen US-Dollar übernimmt Embarcadero Technologies, eine private Investment-Gesellschaft von Thoma Cressey Bravo, Codegear von Borland Software. Das Unternehmen soll weiterhin als private Gesellschaft unter der Führung des derzeitigen CEO von Embarcadero, Wayne Williams, stehen.

Durch die Akquisition von CodeGear erwartet Embarcadero eine Steigerung des jährlichen Umsatzes auf 100 Millionen US-Dollar. Rund 500 Angestellte sollen weltweit für das Unternehmen tätig sein. "Mit der Akquisition von CodeGear richtet sich Embarcadero strategisch neu aus und dringt in neue Märkte vor. Mit den CodeGear Werkzeugen bietet Embarcadero Anwendern ein vollständiges Produkt-Portfolio an, und zwar unabhängig davon, in welcher Umgebung entwickelt wird", erklärt Orlando Bravo, Managing Partner von Thoma Cressey Bravo, ausgesprochen optimistisch.

Embarcadero werde alle Kunden und Partner von CodeGear weiterhin unterstützen, die bestehenden Produkte weiterentwickeln und den Funktionsumfang der Software erweitern. Vermarktet werden die Datenbankwerkzeuge von Embarcadero unter der Marke DatabaseGear und die Werkzeuge für die Anwendungsentwicklung unter der Marke CodeGear .

Damit hat der lange Leidensweg der einst so renommierten Entwicklerwerkzeuge von Borland ein vorläufiges Ende gefunden. Borland (das zwischenzeitlich auch mal Inprise hieß) hatte lang Zeit vergeblich einen Käufer für seine Programmier-Tools gesucht und schließlich die Käufersuche eingestellt und stattdessen Delphi & Co in ein neu gegründetes Unternehmen ausgelagert. Für dieses neue Unternehmen, das eben auf den Namen Codegear hört, suchte Borland nun ebenfalls einen Käufer. Borland ist insgesamt angeschlagen, Anfang 2008 teilte das Unternehmen mit, dass es acht Prozent seiner Mitarbeiter entlassen muss.

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